Übergangslösung denkbar Kein Schweinsteiger: Wie Bayern die Hoeneß-Nachfolge regeln will

Liebling der Fans, aber keine Option als neuer Trainer bei den Bayern-Amateuren: Tobias Schweinsteiger. Foto: imago

Tobias, der Bruder von Bastian Schweinsteiger, ist nach exklusiven AZ-Informationen kein Kandidat als neuer Trainer der Bayern-Amateure – ebenso Scholl und van Bommel. Eine Übergangslösung ist möglich.

 

München - In Hoffenheim ist man begeistert, dass man sich eines der größten deutschen Trainertalente sichern konnte, beim FC Bayern wird der Wechsel noch immer sehr bedauert: Nur schweren Herzens ließen die Münchner Sebastian Hoeneß (38) zur TSG ziehen, letztlich entschied sich der Klub, dem Meistercoach der Amateure "keine Steine in den Weg zu legen", wie es Sportvorstand Hasan Salihamidzic (43) formulierte.

Der Abgang schmerzt, daraus macht Bayern keinen Hehl. Hoeneß formte den Aufsteiger zu einer überzeugenden Einheit, mit einer tollen Aufholjagd gelang tatsächlich der Titelgewinn in der 3. Liga.

Dieser unerwartete Erfolg bescherte Hoeneß den schnellen Sprung in die Bundesliga – und Bayern II eine komplizierte Nachfolgersuche.

Schweinsteiger und Klose mit Fußballlehrer-Jahrgang beschäftigt

Derzeit fahnden Jochen Sauer (47), Leiter des FC Bayern Campus, und Salihamidzic nach einem geeigneten Ersatz. Eine rasche Lösung zeichnet sich nicht ab, dabei ist der Trainingsstart der Amateure bereits für den 10. August terminiert. Nach AZ-Informationen kommt ein Wunschkandidat vieler Fans nicht als Hoeneß-Nachfolger in Frage: Tobias Schweinsteiger (38). Der ältere Bruder von Bastian Schweinsteiger (35) war zuletzt als Co-Trainer des Hamburger SV tätig, sein Vertrag wurde nun aber aufgelöst.

Als Teilnehmer des aktuellen Fußballlehrer-Jahrgangs hat Schweinsteiger, der bei Bayern sehr geschätzt wird, ohnehin genug zu tun. Eine parallele Tätigkeit bei den Amateuren wäre gar nicht denkbar. Gleiches gilt für Miroslav Klose (42/neuer Co-Trainer in Hansi Flicks Team) und Danny Schwarz (45/Coach der Bayern-U17), die ebenfalls zu Schweinsteigers Fußballlehrer-Klasse gehören.

Mehmet Scholl (49) und Mark van Bommel (43), über die spekuliert wurde, sind aktuell keine Kandidaten auf den Posten.

Hoeneß schickte sechs Nachwuchskräfte zu Flick in die Bundesliga

Aber wer wird’s dann? Bayern will sich bei der Suche ausreichend Zeit lassen, um einen Top-Nachfolger für Hoeneß zu finden. Dessen Arbeit soll nahtlos fortgesetzt werden, auch wenn das natürlich schwierig wird, was den Tabellenplatz angeht. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Talente – und da hat Hoeneß ein großes Erbe hinterlassen.

In der vergangenen Saison debütierten unter Flick gleich sechs Nachwuchskräfte: Joshua Zirkzee, Sarpreet Singh, Leon Dajaku, Oliver Batista Meier, Chris Richards und Jamal Musiala. So viel Youngster-Auswahl gab es ewig nicht, vielleicht sogar noch nie.

Umso wichtiger, dass der neue Amateure-Trainer eine Spitzenlösung ist. Für den Beginn der Vorbereitung ist zunächst aber auch eine Übergangslösung denkbar.

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