TSV 1860 unter Druck Bitte zahlen! Löwen warten auf Millionen von Hasan Ismaik

, aktualisiert am 26.11.2018 - 13:58 Uhr
Mehrheitseigner der Löwen: Hasan Ismaik. Foto: imago/Sven Simon

Hasan Ismaik hatte den Löwen im Sommer zwei Millionen Euro versprochen. Geflossen ist das Geld noch nicht, es wird aber im Lauf der Woche erwartet. Auch die Gorenzel-Beförderung blockiert der Investor des TSV 1860.

 

München - Hasan Ismaik will wiederkommen. Nach München. Nach Giesing.

Er wolle Werner Lorant "aufklären", schrieb er zum 70. Geburtstag der Löwen-Legende bei Facebook. Klärungsbedarf gab es schon immer reichlich zwischen dem Mehrheitseigner aus Jordanien und seinem Investment in Giesing. Offensichtlich auch in diesen Tagen.

Geld von Hasan Ismaik noch nicht da

Die Beförderung des verdienten Günther Gorenzel vom Sportlichen Leiter zum Sportvorstand zieht sich beim TSV 1860 seit Wochen. Nun wäre es für die Grünwalder Straße 114 kein außergewöhnlicher Makel, dass wichtige Personalentscheidungen verschleppt werden. Wäre da nicht noch eine andere Sache: Nach AZ-Informationen haben die Löwen die Zahlung von zwei Millionen Euro aus Abu Dhabi noch nicht erhalten. Geld, das die Sechzger fest in ihrem Etat für diese Saison eingeplant haben.

Mitte Juni hatte Ismaik die Zahlung versprochen, ließ in einer Pressemitteilung zudem die "Weichenstellung für eine erfolgreiche Löwen-Zukunft" ankündigen. Das Vertragswerk wurde im August aufgesetzt, Ismaik sollte für die Summe Genussrechte bekommen. Gezahlt hat er den Informationen zufolge bis heute nicht.

Hasan Ismaik lässt sich gerne bitten

Nun ist auch das nichts Neues, dass sich der Investor gerne mehrfach bitten lässt und auch auf Zeit spielt. Würde das Geld jedoch nicht oder zu spät fließen, käme Sechzig richtig in Schwierigkeiten: So könnte die KGaA ihren Zahlungsverpflichtungen im weiteren Saisonverlauf nicht nachkommen. Diese Woche, so erwarten es die Löwen, sollen die zwei Millionen übrigens eintreffen.

Dabei bekommen die Giesinger schon jetzt Nachteile zu spüren – im Fall Gorenzel. Der Verwaltungsrat hat mittlerweile zugestimmt, nachdem der Aufsichtsrat die Personalie empfohlen hatte, wie Sechzig-Präsident Robert Reisinger der AZ bestätigte. "Der Ball liegt nicht bei der Vereinsseite. Wir haben das Go vom Verwaltungsrat. Es liegt an der HAM-Seite (die Firma von Hasan Ismaik, d.Red.). Sie haben noch Fragen an Herrn Gorenzel", erzählte der Oberlöwe: "Welche, müssen Sie die HAM-Seite fragen." (Lesen Sie auch: Herr Reisinger, ist Sechzig ein Stadtteilverein?)

Günther Gorenzel machte Druck

Gorenzel hatte zuletzt Druck gemacht, um Planungssicherheit zu haben. "Es müssen Entscheidungen fallen, in welche Richtung auch immer", sagte der Österreicher mit Blick auf die nächste Saison: "Ich werde für mich keine Eigenwerbung betreiben. Es geht für mich weiter, das weiß ich – hier oder woanders." Während sich der Sportliche Leiter Gedanken über die Budgetierung für die Spielzeit 2019/20 macht, ist ohne die Millionen aus Abu Dhabi noch nicht mal die Finanzierung dieser Saison gesichert.

Von der positiven Fortführungsprognose der schwer verschuldeten Giesinger ganz zu schweigen. Aufklärung erwarten sich die Sechzger nun tatsächlich von ihrem Mehrheitseigner.

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