TSV 1860 sucht Kontinuität Warum Lex der Schlüssel für den Löwen-Aufschwung ist

Kam vom FC Ingolstadt zum TSV 1860: Stefan Lex. Foto: imago/MIS

Im neuen Löwen-System kann Angreifer Stefan Lex nach seinem schweren Start beim TSV 1860 endlich glänzen. "Es ist stark auf Stefan zugeschnitten", sagt Sechzig-Trainer Daniel Bierofka. Opfer der Umstellung ist ein Stoßstürmer.

München - Herr Lex, können Sie gut mit Sascha Mölders? "Wir haben es vorne echt gut gespielt. Wir waren sehr variabel", sagte Sechzigs Neuzugang Stefan Lex auf Nachfrage der AZ. Als Hoffnungsträger geholt, von den Hoffnungen erdrückt und zuletzt gegen den FSV Zwickau so überzeugend wie von Beginn an erhofft – Lex legt bei den Löwen mehr und mehr los.

Lex harmoniert bestens mit Mölders

Der Torschütze zum 1:0, als er mit einem Lupfer den Grundstein zum ersten Dreier seit vier Spielen legte, zeigte gegen Zwickau zwei Dinge: Der 29-Jährige kommt in der 3. Liga selbst immer mehr in Fahrt. (Lesen Sie hier: DFB-Vize stellt klar - Montagsspiele in der 3. Liga bleiben!

Und: Er harmoniert bestens mit Stoßstürmer Mölders, wie er selbst erkannte. "Wir haben immer wieder die freien Räume gefunden und ihnen mit unserem Tempo Probleme bereiten können." Nun ja, dieser Satz gilt sicher für den schnellen Lex. Der behäbigere, aber umso wuchtigere Mölders trug seinen Teil neben Sechzigs Wirblern Lex und Nico Karger auf andere Weise bei. Jedenfalls, so erkannte der Löwen-Fan im Löwen-Trikot: "Es spricht für uns, dass wir uns viele Chancen herausgespielt haben."

Lex’ Qualitäten und sein stetig steigendes Selbstvertrauen sind ein Grund, wieso zuvor kriselnde Giesinger nach nur einem Dreier in zehn Spielen die Trendwende eingeleitet haben und am Samstag bei Fortuna Köln (14 Uhr, BR und im AZ-Liveticker) den zweiten Auswärtssieg nach dem bisher einzigen Erfolg in Aalen (4:1) Ende August nachlegen wollen. (Lesen Sie auch: Nach Millionen-Ärger - Das ist die nächste Ismaik-Hürde)

Bierofka und Gorenzel schneiden System neu zu

Der Außenangreifer ist eine zentrale Schachfigur des Systems, das Trainer Daniel Bierofka und Sportchef Günther Gorenzel zuletzt neu zugeschnitten haben – und zwar besonders auf einen Spieler: Lex. "Wir überlegen immer, wie die Stärken unserer Spieler zum Tragen kommen", sagt Gorenzel über den flinken Offensivspieler: "Stefan ist ein Spieler, der mehr aus dem Halbraum kommt, oft nach innen zieht und immer Torgefahr entwickelt." Wenn man sich die veränderte Raumaufteilung mit Marius Willsch als Absicherung für Lex ansehe, stelle man fest: "Es ist stark auf Stefan zugeschnitten." Sechzigs neues System, das an ein 3-4-3 erinnerte, ist also hauptsächlich eines: geschneidert für den Herzenslöwen.

Der Plan ging auf und Gorenzel erkannte einen überzeugenden Lex. "Wenn ich mir seine Präsenz anschaue, wie er jetzt auftritt, geht das schon stark in die Richtung, wie wir es von ihm erwartet haben", sagte der Sportchef und erklärte über das kongeniale Duo Lex und Mölders, die beiden ehemaligen Bundesligaspieler des FC Ingolstadt und des FC Augsburg: "Er harmoniert momentan mit Sascha sehr, sehr gut."

Grimaldi ist der Verlierer der neuen Variante

Einen Verlierer hat die neue Variante des Angriffsspiels der Blauen auch: Adriano Grimaldi. Vormals mit Mölders Part einer Doppelspitze, die zu Saisonbeginn zum "Ochsen-Sturm" erklärt wurde, blieb dem Deutsch-Italiener zuletzt nur die Bank. Auch in Köln spricht viel dafür, dass Bierofka und Gorenzel das System wieder auf ein, zwei Löwen zuschneiden: Wirbelwind Lex und Wandspieler Mölders.

 

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