TSV 1860 baut auf Neuzugänge Bennos Traumelf: So könnte sie aussehen

Sucht seine Startelf für den Restrückrundenauftakt gegen Nürnberg: 1860-Coach Benno Möhlmann. Rechts ein Tipp der AZ. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/AZ

Der Kampf um die Plätze in der Stammformation des TSV 1860 am Samstag gegen Nürnberg geht in die entscheidende Phase. „Wir haben die Neuen nicht für die Bank geholt“, sagt Löwen-Trainer Möhlmann.

 

München – In den Gedankenspielen für seine Startelf beim Restrückrundenauftakt muss sich Benno Möhlmann seit gestern mit einer Alternative beschäftigen. Goran Sukalo musste nämlich wegen Adduktorenproblemen mit dem Training aussetzen. Der Last-Minute-Neuzugang signalisierte zwar wenig später, am Samstag gegen Nürnberg unbedingt spielen zu wollen und auch zu können.

Ob Möhlmann das Risiko eingehen wird, bleibt abzuwarten. „Wir haben die Neuen nicht für die Bank geholt“, sagt der Trainer des TSV 1860 jedenfalls über sein neues Quintett. Sukalo, Sascha Mölders, Jan Mauersberger, Levent Aycicek und Maximilian Beister – so heißen die fünf Spieler, die den Löwen im Abstiegskampf weiterhelfen sollen. Und zwar sofort. In den Trainingsspielen standen fast alle Neu-Löwen zuletzt schon in der A-Elf.

 

Die AZ zeigt, wie Bennos Traumelf aussehen könnte

Tor

Erst am Mittwoch legte sich der Löwen-Coach fest: Es wird im 1860-Kasten einen Wechsel geben. Anstelle des bisherigen Stammtorwarts Vitus Eicher wird Stefan Ortega die neue Nummer 1 – er interpretiere das Torwartspiel besser und habe auch fußballerisch größere Qualitäten, so Möhlmann.

 

Abwehr

In der Viererkette dürfte die Besetzung feststehen: Rechts der routinierte und zweikampfstarke Gary Kagelmacher, in der Innenverteidigung Kapitän Christopher Schindler und der erste Neuzugang – Jan Mauersberger. Mit Ausnahme eines Patzers beim 5:1-Testspielsieg gegen Burghausen überzeugte der auf ganzer Linie, auch mit zwei Kopfballtreffern im Spiel gegen den Regionalligisten. „Unter anderem wegen seiner Kopfballstärke haben wir ihn geholt. Das wollen wir von ihm auch in der Liga sehen“, so Möhlmann, der noch Kai Bülow und Gui Vallori zur Verfügung hat.

Linksverteidiger Maximilian Wittek komplettiert die Abwehr – auch mangels Alternativen: Richard Neudecker, der Wittek in der Hinrunde zwischenzeitlich verdrängt hatte, fällt mit einer Schambeinentzündung auf unbestimmte Zeit aus. Innenverteidiger Sertan Yegenoglu füllt dort derzeit die Rolle als Backup aus.

Mittelfeld

Hier hat es Möhlmann schwerer: Sukalo, der als Möhlmanns Wunsch-Spieler nach München kam, dürfte, sofern er fit ist, den Vorzug vor Dominik Stahl, Milos Degenek und Bülow bekommen. Auf rechts hat sich Neuzugang Levent Aycicek, der nicht nur mit seinem Treffer gegen Pandurii in der Vorbereitung auf sich aufmerksam machte, gegen Daylon Claasen durchgesetzt. Während im Zentrum Michael Liendl als Spielmacher gesetzt ist, muss Daniel Adlung auf den linken Flügel ausweichen. Er wäre dort die defensivstärkste Variante, hat aber mit Neu-Löwe Maximilian Beister offensiver ausgerichteten Konkurrenten.

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Auch Aycicek könnte hier spielen und es Beister ermöglichen, „auf der rechten Seite zu agieren, dort kann ich meine Stärken am besten einbringen“. Möhlmann ließ aber durchblicken, dass Beister noch nicht fit genug für 90 Minuten sei und er ihn deshalb möglicherweise zunächst als Joker einplant.

Sturm

Im Test gegen Burghausen durften sie erstmals gemeinsam ran, in der Liga sollen sie regelmäßig als Sturmduo auflaufen: Der Ex-Augsburger Sascha Mölders und Platzhirsch Rubin Okotie sind Möhlmanns Option A. Der Coach sagte aber auch, dass diese Besetzung nicht in Stein gemeißelt sei: Stefan Mugosa und Stephan Hain machen Druck, auch Youngster Nico Karger hat im Trainingslager einen Schritt nach vorn gemacht. Am Ende wird Möhlmann, sowohl gegen Nürnberg als auch danach, nur nach folgenden Kriterien entscheiden: „Ich werde diejenigen aufstellen, die eine gute Mannschaftsleistung bringen können.“ Oder anders gesagt: Elf Löwen müsst ihr sein.

 

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