TSV 1860 bangt Sorge um Timo Gebhart: Löwen-Leader muss wieder zum Doc

Leader mit Bundesliga-Erfahrung: Timo Gebhart vom TSV 1860. Foto: imago/Philippe Ruiz

Löwen-Spielmacher Timo Gebhart fehlt bei der SpVgg Bayreuth wegen einer Reizung an der Achillessehne. Sein Einsatz für den TSV 1860 in der Relegation ist unklar. An diesem Montag stehen ein MRT und ein Arztbesuch an.

 

München - Er will nicht noch einmal Regionalliga Bayern spielen. Das erklärte Timo Gebhart unmissverständlich.

Einzig: Beim Unterfangen des TSV 1860, aus der Viert- in die Drittklassigkeit zu entkommen, kann der Löwen-Leader weiter nicht mithelfen.

Timo Gebhart fiel monatelang aus

Beim 4:1 der B-Elf bei der SpVgg Bayreuth fehlte der Mann, der nach seiner monatelangen Ausfallzeit (Muskelbündelriss, Sehnenanriss) eigentlich Spielpraxis bräuchte, angeschlagen. Mehr noch: Die Lage ist wohl ernster als angenommen.

Wie belastbar ist er wirklich? "Timo hat am Montag wieder ein MRT", erzählte Co-Trainer Oliver Beer von einer neuerlichen Kernspin in der Praxis von Nationalmannschafts-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt beim 29-jährigen Spielmacher: "Wir schauen von Tag zu Tag, wie es wird, wie er die Belastung verkraftet." att Gebhart glänzten in Bayreuth andere, Jung-Löwen, die sich als langfristige Alternativen bewiesen.

Die zwischenzeitliche Führung der Franken durch Julian Kolbeck (21. Minute) hatte Markus Ziereis (66.) nach feiner Flanke des A-Jugendlichen Leon Klassen ausgeglichen. Dennis Dressel, noch ein A-Jugendlicher, erzielte beherzt das 2:1 (80.), als er sich gegen vier Mann behauptete, inklusive SpVgg-Keeper Jonas Hempfling. Mohamed Awata (82.) aus der zweiten Mannschaft und Benjamin Kindsvater (88.), der weiter aufsteigende Form zeigt, legten nach.

Daniel Bierofka schaute 1. FC Saarbrücken zu

In einem Spiel, vor dem die Sechzger die Meisterschale vom Bayerischen Fußball Verband überreicht bekamen. Dass Kapitän Felix Weber diese beim Gruppenbild gleich fallen ließ – ein Missgeschick. Dass Coach Daniel Bierofka sich lieber das beeindruckende 7:1 des 1. FC Saarbrücken in der Regionalliga Südwest beim TSV Steinbach live vor Ort in Mittelhessen anschaute, bewies, dass alle Blicke aus Giesing nur noch auf die Relegation gerichtet sind.

Und: In der Aufstiegsrunde Ende Mai (24.5./27.5.) wird es routinierte Spieler brauchen, solche, die die im Fußballjargon sogenannten Schlachten schon geschlagen haben. Gebhart hatte zuletzt ausdrücklich betont, ein solcher Spieler zu sein.

Doch will der Regisseur zu viel? Die Achillessehnenreizung, die ihn bereits vor seinem Comeback im Derby beim FC Bayern II (1:3) zurückgeworfen hatte, kommt offenbar von einer Überbelastung. "Bei mir ist alles gut. Mein Ziel ist es, zu spielen. Ich gebe alles dafür", sagte Gebhart am vorvergangenen Wochenende nach dem 3:0 beim FC Pipinsried der AZ zwar und antwortete auf die Frage, ob er sich mehr Einsatzzeiten zutraut: "Ja natürlich. Viel mehr, ich habe hart gearbeitet." Zu hart?

Nächster Rückschlag für Timo Gebhart

Sicher ist: Der einstige Bundesligaspieler hat optisch eine beeindruckende Athletik. Im Training hämmerte er den Ball explosiv aufs Tor, konnte anfangs forsch in die Zweikämpfe gehen. Doch am Donnerstag folgte der Rückschlag, Gebhart musste die Einheit vorzeitig abbrechen. Mit dem Memminger bangen nicht zuletzt die Fans, die ihn ihm eine Art Heilsbringer sehen.

Auch seine Kollegen zittern mit. "Ich hoffe, dass er jetzt zwei, drei Tage Pause hat und dann nächste Woche wieder mit einsteigen kann", sagte Michael Görlitz auf Gebhart angesprochen: "Wir hoffen, dass er dann wieder mit an Bord ist." Bis zum Relegations-Hinspiel sind es aber nur noch zehn Tage. Die Zeit arbeitet gegen Gebhart.

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