Trotz Corona-Pause Bayerns Zukunftsplanungen laufen weiter auf Hochtouren

Stehen beim FC Bayern auf dem Zettel: Kai Havertz, Timo Werner und Leroy Sané (v.l.). Foto: AZ-Montage, imago/Laci Perenyi/Jan Huebner/ZUMA Press/regios24

Während die Sportwelt wegen des Coronavirus' still steht, laufen die Kaderplanungen bei den Klubs weiter. Auch beim FC Bayern wird an der Mannschaft der Zukunft gebastelt – noch gibt es aber ein paar Fragezeichen.

 

München - Es ist eine beispiellose Situation, in der sich die Welt aktuell befindet. Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in weiten Teilen lahmgelegt, an Fußballspiele ist nicht zu denken.

Auch an der Säbener Straße herrscht aktuell bedächtige Ruhe. Die Mitarbeiter des FC Bayern wurden ins Homeoffice geschickt, die Stars des deutschen Rekordmeisters trainieren in den eigenen vier Wänden und die Verantwortlichen halten das Tagesgeschäft am Laufen. Denn irgendwann, so viel ist klar, wird wird der Ball schließlich wieder rollen.

Mit am meisten gefordert ist aktuell Hasan Salihamidzic. Der designierte Sportvorstand muss in diesen Monaten den Kader für die Zukunft planen, gleichzeitig stehen Vertragsgespräche mit einigen verdienten Spielern an. Eine der wichtigsten Personalien in den Planungen der Münchner: Leroy Sané.

FC Bayern: Wird Timo Werner wieder ein Thema?

Der Nationalspieler, der Ende Februar nach überstandenem Kreuzbandriss seine Rückkehr auf den Rasen feierte, gilt weiter als absoluter Wunschspieler der Bayern. Laut einem Bericht der "Sport Bild" hat sich Salihamidzic in der vergangenen Woche mit Vertretern von "Lian Sports", der Berateragentur von Sané, getroffen. Offizielle Verhandlungen sind jedoch erst ab dem 1. April erlaubt.

Sané ist jedoch nicht der einzige deutsche Nationalspieler, den die Bayern auf dem Zettel haben. Auch Timo Werner ist der "Sport Bild" zufolge noch eine Option für diesen Sommer. Vor allem Trainer Hansi Flick gilt als großer Fan des Angreifers von RB Leipzig, der bereits vor einem Jahr mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde. Ein Wechsel scheiterte schließlich am Veto von Salihamidzic, der der Meinung war, Werner passe nicht ins System des Rekordmeisters.

Eine Haltung, die demnächst für Diskussionsstoff an der Säbener Straße sorgen könnte: In der vergangenen Woche stellte Flick klar, dass er eine Verlängerung seines Ende Juni auslaufenden Vertrags unter anderem an mehr Mitspracherecht in Transferangelegenheiten knüpfe. "Wenn es um Neuzugänge und Verstärkungen geht, muss der Trainer aus meiner Sicht ein Vetorecht haben", erklärte Flick. Sollte der 55-Jährige über den Sommer hinaus Trainer bleiben, dürfte ein möglicher Werner-Wechsel in München wieder ein Thema werden.

Drückt Corona den Preis für Kai Havertz?

Einigkeit herrscht derweil in der Personalie Kai Havertz. Der Spielmacher von Bayer Leverkusen befindet nach einem Durchhänger in der Hinrunde wieder in absoluter Top-Form und war in 13 Partien im aktuellen Kalenderjahr an 14 Treffern direkt beteiligt (acht Tore, sechs Vorlagen). Selbst in Leverkusen hat man wenig Hoffnung auf einen Verbleib des 20-Jährigen über den Sommer hinaus, wie Trainer Peter Bosz zuletzt zugab. "Havertz ist im kommenden Sommer nicht mehr zu halten. Das wird ein Transfer von 100 Millionen. Was sage ich: mehr als 100 Millionen", erklärte der Niederländer noch vor wenigen Tagen dem "Algemeen Dagblad".

Ob Havertz tatsächlich einen dreistelligen Millionen-Betrag einbringen wird, scheint angesichts der Corona-Krise allerdings offen. Aufgrund des in seiner Höhe noch nicht absehbaren Wegfalls an Einnahmen werden viele Klubs zunächst Einsparungen in Sachen Ablöse vornehmen.

Dies prognostiziert zumindest Gregor Reiter, Geschäftsführer der Spielervermittler-Vereinigung. "Je länger die Pause dauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass als Erstes die Ablösesummen sinken, weil die Klubs diese Ausgaben sofort einsparen können", erklärt Reiter gegenüber der "Sport Bild". Inwiefern Leverkusen bei Havertz überhaupt mit sich verhandeln lässt, wird sich allerdings erst noch zeigen.

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