Trainer des FC Bayern Pep trotzt dem Terror: "Ändere mein Leben nicht"

Bayern-Trainer Pep Guardiola Foto: dpa

Nach dem Terror der vergangenen Tage sieht Pep Guardiola die betroffenen Fußball-Nationalspieler trotz der schrecklichen Erlebnisse bereit für Einsätze beim FC Bayern.

 

München - Vor dem Spiel am Samstag bei Schalke 04 (18.30 Uhr) sagte der Bayern-Trainer. "Ich habe mit Coman, Jérôme und Thomas gesprochen. Es war nicht einfach, aber sie sind okay und es geht weiter. Wir müssen unser Leben weiterleben", sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeister am Freitag in München. Kingsley Coman, Jérôme Boateng und Thomas Müller waren am Freitag wie Manuel Neuer in Paris dabei. "Sie sind Menschen und natürlich ist es eine schwierige Situation. Auch sie sind nicht glücklich, was passiert ist", erklärte der Coach.

"Nicht nur Pep, auch der Verein ist bereit, immer zu helfen und zu unterstützen", führte Guardiola aus. Aber erklären müsse er den Profis nichts. "Meine Kinder fragen, warum, warum, warum das passiert. Aber die heutigen Fußballspieler sind sehr intelligent, kennen die Situation perfekt. Die brauchen den Trainer nicht zum Erklären."

Am Samstag sind die Münchner in der Bundesliga beim FC Schalke zu Gast. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden dabei den Erfordernissen angepasst, Details wurden keine bekannt. "Es ist nicht einfach, für mich nicht, für alle nicht. Wir sind Menschen. Wenn so etwas passiert, ist es schwer, das zu akzeptieren, zu analysieren, zu interpretieren", erklärte Guardiola. Man müsse lernen, warum so etwas passiere und Lösungen finden. "Was passiert ist, kann nochmal passieren. Aber wir müssen leben. Ich werde nächste Woche ins Restaurant und ins Kino gehen, um James Bond zu sehen. Ich ändere mein Leben nicht."

Das gilt für ihn auch für den Fußball. Man müsse sich 100 Prozent fokussieren, erklärte Guardiola. "Die Politik und andere Personen kämpfen für unsere Sicherheit. Wir müssen unsere Arbeit tun."

Positives berichtete Guardiola vom langzeitverletzten Franck Ribéry (32), der sich weiter im Aufbautraining befindet. "Er hat letzte Woche einen großen Schritt nach vorne gemacht", sagte der Spanier. Ribéry könne "vielleicht" noch im November ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Mit Mittelfeldspieler Thiago (Kaspelverletzung im rechten Knie) rechnet Guardiola dagegen bis zur Winterpause eher nicht mehr. Er werde beim 24-Jährigen keinesfalls ein Risiko eingehen, sagte der Coach. Der FC Bayern hatte die Ausfallzeit Thiagos mit drei bis vier Wochen beziffert.

 

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