Stimmen zum Spiel gegen Hoffenheim Thomas Müller: "Die Scheiße klebt an meinem Stiefel"

, aktualisiert am 05.11.2016 - 19:33 Uhr
Vergab kurz vor Spielende eine Riesen-Chance: Thomas Müller (r.). Foto: dpa

Es hat am Ende nicht gereicht. Der FC Bayern München kam im Spitzenspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Was Trainer und Spieler nach der Partie sagten.

 

München - Nachdem die Bayern ihre kurze Flaute aus den ersten Oktoberwochen eigentlich beendet hatten, verpassten sie ihren sechsten Pflichtspielsieg in Serie. Im Heimspiel gegen das ebenfalls noch ungeschlagene Team der TSG 1899 Hoffenheim kam der Rekordmeister über ein 1:1-Unentschieden nicht hinaus. Kerem Demirbay (16.) erzielte die Hoffenheimer Führung mit einem feinen Schuss von der Strafraumgrenze in den Winkel. Per Eigentor von Steven Zuber (34.) kamen die Münchner zum Ausgleich. Bei zwei Pfostenschüssen in der Schlussphase hatten Mats Hummels (87.) und Thomas Müller (90.+2) Bayern-Sieg auf dem Fuß.

Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann brachte es danach auf den Punkt. "Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Sieg für den FC Bayern verdient gewesen. Das 1:1 nehmen wir gerne mit." Der Trainer der TSG fügte hinzu: "Wir haben hier und heute nicht unser bestes Spiel gemacht." Da spricht das pure Selbstvertrauen eines Tabellendritten. Kein anderes Team der Liga hat in den letzten sechs Spielen 16 Punkte geholt. Zum Vergleich: Bayern 12 Zähler (drei Siege, drei Remis), man ist aber Saison-übergreifend seit 20 Partien ohne Niederlage.

Die Stimmen zum Spiel im Überblick

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti: "Wir haben viele Chancen kreiert. Aber das ist Fußball, manchmal hast du einfach kein Glück. Wir hatten Probleme zu Beginn. Nach 30 Minuten haben wir eine gute Kontrolle bekommen, haben mit mehr Intensität gespielt. Es lag heute nicht an der Einstellung. Es war eine komplett andere Team-Leistung als gegen Frankfurt. Im Großen und Ganzen war es gut, denn wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Ein Sieg wäre aufgrund der Chancen verdient gewesen. Aber das ist Fußball: Manchmal fehlt einfach das Glück"

Ancelotti über Arjen Robben: "Er hat 70 Minuten wirklich gut gespielt und dann habe ich einen frischen Spieler gebracht. Jedes Mal, wenn ich Arjen Robben auswechsele, denken viele, es kann jetzt ein Problem geben. Aber es gibt da keins - höchstens für die Medien."

Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann: "Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Sieg für den FC Bayern verdient gewesen. Da war viel Druck und wenig Entlastung. Aber das war auch wenig überraschend. Wir hatten den ein oder anderen unschönen Moment – Bayern war nah dran am zweiten Tor. Aber das 1:1 nehmen wir gerne mit."

Nagelsmann über das Eigentor von Zuber: "Das ist nicht so wild, er will retten. Lewandowski schiebt ihn sonst über die Linie, wenn er nicht hingeht."

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: "Wir hatten zum Schluss Pech mit den zwei Pfostenschüssen. Das 1:1 ist aber nicht leistungsungerecht. Man darf nicht vergessen, wir hatten am Dienstag ein schweres Champions-League-Spiel."

Mats Hummels: "Hoffenheim hat sehr aggressiv gespielt. Wir hatten einen leicht pomadigen Auftakt, das muss man sagen. Wir haben bis zum 0:1 gebraucht, dann sind wir besser ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir viele gute Möglichkeiten, darunter zwei Aluminiumtreffer, mit denen wir das Spiel hätten entscheiden müssen."

Thomas Müller: "Die Scheiße klebt so ein bisschen an meinem Stiefel."

Hoffenheims Torschütze Kerem Demirbay: "Wir wussten, dass die Bayern Druck machen würden. Aber wir haben gut dagegengehalten und bewiesen, dass wir gegen eine der besten Mannschaften aus Europa Fußball spielen können. Das Unentschieden ist absolut verdient."


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