Spielmacher verhandelt mit TSV 1860 "Zeiten ändern sich": Löwen-Leader Timo Gebhart vor dem Abschied?

In der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken nicht dabei: Timo Gebhart vom TSV 1860. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Timo Gebhart, Spielmacher des TSV 1860, steht wegen seiner neuerlichen Verletzung vor einer ungewissen Zukunft. Sportchef Günther Gorenzel wolle eine Vertragsverlängerung vom Gebharts Zustand abhängig machen er selbst äußert sich zweideutig, einige Fans rechnen schon mit einem Wechsel.

 

München - "Ich möchte nicht nochmal Regionalliga spielen, das sage ich klipp und klar", sagte Spielmacher Timo Gebhart vom TSV 1860 vor dem Saisonfinale der Löwen. Damals war der 29-jährige Spielmacher nach seiner Achillessehnenentzündung wieder fit geworden und drängte in die Stammelf von Trainer Daniel Bierofka, um mit den Sechzgern nicht länger in der Viertklassigkeit verharren zu müssen - und verletzte sich erneut.

Das Ende ist bekannt: Während Gebhart wegen Einrissen in der bereits zuvor lädierten Achillessehne zuschauen musste, schafften die Giesinger den Aufstieg in die Dritte Liga in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken.

Günther Gorenzel: Gebharts Qualität nicht ersichtlich

Nun sind die Sechzger drittklassig - und der ehemalige Bundesligaspieler könnte trotzdem gehen: nicht, weil er Gebhart Sechzig unbedingt verlassen möchte, sondern vielmehr, weil sich Bierofka, Gorenzel und Co. beratschlagen, ob man weiter mit dem bulligen Taktgeber plane.

"Bei Timo ist es so: Rein theoretisch hat er eine sehr hohe Qualität für die Dritte Liga", erklärt Gorenzel der AZ, wiederholt aber: "Leider gilt das momentan nur theoretisch." Gorenzel erklärt über Gebharts Zustand und Sechzigs Überlegungen: "Diese Qualität hat er wegen seinen Verletzungen seit September nicht mehr auf den Platz bringen können."

Bierofka, Gorenzel und Jung tagen wegen Kaderplanung

Am heutigen Mittwoch treffen sich die Herren Bierofka, Gorenzel und Chefscout Jürgen Jung zu einem Gespräch über die Zukunft von Gebhart und sämtlichen weiteren Löwen. Dabei müsse man ohne Emotionen, sondern mit Sinn und Verstand einschätzen, wann der Spielgestalter wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein werde: "Wir müssen abwägen, ob es Sinn ergibt."

Gebhart hat sich in den letzten Tagen nicht über seine Lage geäußert. "Mal schauen, wie es weitergeht", erklärte er der AZ nach den Aufstiegsfeierlichkeiten. Nun zeigte Sechzigs verletzter Mittelfeld-Boss allerdings bei Instagram nachdenklich.

Timo Gebhart: "Zeiten ändern sich"

Unter ein Foto, das ihn in Jubelpose auf einer Bande stehend zeigt, während Torjäger Sascha Mölders und Co. auf ihn zulaufen, kommentierte Gebhart: "Zeiten ändern sich". Einige Fans fürchten angesichts dieser Worte, dass Gebharts Tage auf Giesings Höhen nach seiner umjubelten Rückkehr im vergangenen Sommer bereits wieder gezählt sind.

 

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