SPD setzt sich durch CDU lenkt ein: Steinmeier soll nächster Bundespräsident werden

Soll Gauck-Nachfolger werden: Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Foto: dpa

Die CDU will Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl mittragen. Die Partei von Kanzlerin Angela Merkel akzeptiere den entsprechenden Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag in Berlin nach einer Telefonschalte von Merkel mit dem CDU-Präsidium.

 

Berlin - Nach mehreren vergeblichen Anläufen konnten sich Union und SPD damit nun auf einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten einigen. Der CDU-Politiker Norbert Röttgen schloss dies bereits Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin" nicht aus. Zur Kandidatenfrage sagte er weiter: "Ich glaube, das werden wir morgen wissen. Und morgen wissen wir, dass es entweder einen oder zwei gibt", sagte Röttgen. "Und beides wäre kein Drama."

Zuvor hatten sich die drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) am Sonntag bei einem Treffen im Kanzleramt erneut nicht auf einen Konsenskandidaten einigen können. Das Gespräch, in dem eigentlich eine Entscheidung fallen sollte, dauerte nicht einmal 50 Minuten. Es war die zweite ergebnislos verlaufene Runde in einer Woche.

 

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