SPD-Nachwuchs verteidigt Aktion Jusos: Anti-Hoeneß-Kampagne ein "Volltreffer"

Angela Merkel und Uli Hoeneß während des Champions-League-Finales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (2:1) im Londoner Wembley-Stadion. Die Jungsozialen nahmen dieses Foto nun für eine Kampagne her. Foto: Klaus Staeck

Weiter Aufregung um eine Anti-Hoeneß-Kampagne der SPD. Jetzt verteidigen die Jusos ihre umstrittene Wahlkampf-Provokation - als einen "Volltreffer".

 

Leipzig, München - Politische Gegner haben der SPD-Nachwuchsorganisation, den Jusos, unter anderem Erbärmlichkeit und Verzweiflung vorgehalten, weil sie Redeauftritte der Bundeskanzlerin durch Zwischenrufe gestört und mit einer Postkarten-Aktion eine Verbindung zwischen Angela Merkel und dem möglichen Steuersünder Uli Hoeneß hergestellt haben. Juso-Chef Sascha Vogt sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe): "Wir wollen dazu beitragen, dass Fahrt in diesen Wahlkampf kommt."

Die Unterschiede zwischen den Parteien seien dieses Mal schließlich größer als früher. "Aufwecken" müsse man in erster Linie "viele Medien, die gegenteiliges behaupten. Gezielte Juso-Störaktionen bei Merkel-Veranstaltungen bestritt Vogt. Aber das momentane Lavieren Merkels zum Beispiel beim Thema Griechenland zeige, "dass das Wort ,Lüge' zumindest nicht all zu weit hergeholt ist".

Mit der Aktion zur Steuerkriminalität hätten die Jusos "einen Volltreffer gelandet", wie allein die Aufregung beim politischen Gegner zeige. Man wolle das natürlich weiter machen. "Das Gejaule von FDP und Union bestätigt uns darin, weiterhin den Finger in die Wunde zu legen. Steuerbetrug ist kriminell und entzieht der Gesellschaft pro Jahr bis zu 30 Milliarden. Euro."

 

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