SPD-Mann bei Befragten vorn Neueste Umfrage: OB Dieter Reiter muss in die Stichwahl

, aktualisiert am 27.02.2020 - 17:40 Uhr
Bleibt er Münchens Oberbürgermeister? SPD-Mann Dieter Reiter. Foto: Daniel von Loeper

OB Dieter Reiter liegt aktuell nur noch bei 39 Prozent. Katrin Habenschaden liegt klar auf Platz zwei. Die Ergebnisse der neuesten Umfrage zur Kommunalwahl in München.

 

München - Die Tendenzen des AZ-Wahltrends verfestigen sich. In der großen repräsentativen Umfrage hatte sich vor Wochen gezeigt, dass Dieter Reiter (SPD) am 15. März fürchten muss, in eine Stichwahl einzuziehen und seine wahrscheinliche Gegnerin dort Katrin Habenschaden (Grüne) wäre. Für die Stadtratswahl wiederum lag die CSU auf dem ersten Platz.

Diese Tendenzen bestätigt nun eine repräsentative Umfrage von "Sat.1 Bayern", die vergangene Woche durchgeführt wurde. Mehr als 1.000 wahlberechtigte Münchner wurden dafür telefonisch repräsentativ befragt.

Dieter Reiter liegt demnach im Moment bei 39 Prozent, Katrin Habenschaden bei 23 Prozent, CSU-Kandidatin Kristina Frank rangiert abgeschlagen mit 16 Prozent auf dem dritten Platz.

Doch auch die CSU kann auf gute Werte verweisen. Im neuen Stadtrat wäre sie der Umfrage nach stärkste Fraktion. Die CSU käme demnach auf 28,7 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 25,9 Prozent, die SPD auf 23,6 Prozent. Schaut also ganz so aus, als könnte es - je nachdem, wer bis zur Wahl noch den ein oder anderen Punkt gewinnt oder verliert - für ein Zweierbündnis aus CSU und SPD, SPD und Grünen oder auch CSU und Grünen reichen. Für jede Konstellation scheint aber auch gut denkbar, dass sie unter 50 Prozent zurückbleibt.

Frank spricht von "Schicksalswahl" für München

Die Münchner Grünen reagierten am Donnerstag begeistert auf die Umfrage. Sie zeige, dass die Grünen "mit starken Zuwächsen rechnen dürfen", frohlockte München-Parteichef Dominik Krause. "Die zu erwartende Stichwahl zeigt, dass die Münchnerinnen und Münchner mit der Arbeit von Herrn Reiter nicht zufrieden sind und Katrin Habenschaden eine gute Chance hat, neue Oberbürgermeisterin in München zu werden."

Die CSU verweist hingegen vor allem auf die starken Parteiwerte. "Das politische Angebot der CSU wird sehr positiv aufgenommen", sagte OB-Kandidatin Kristina Frank am Donnerstag der AZ. Der 15. März bringe eine "Schicksalswahl" für München – "mit zwei klaren Alternativen: einseitiger rot-grüner Radlpolitik oder einer Politik der Mitte und des Miteinanders". OB Dieter Reiter kommentiert Umfrage-Ergebnisse grundsätzlich nicht.

Umfrage: So schneiden die kleinen Parteien ab

Und welche kleinen Parteien landen in der Umfrage auf den weiteren Plätzen? Die AfD erreicht 5,1 Prozent, die Freien Wähler kommen auf 3,4, die Linkspartei auf 3,1, die FDP auf 2,7 Prozent.

 
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