Newsblog nach Amoklauf in München "Mussten zunächst von drei Tätern ausgehen"

, aktualisiert am 25.07.2016 - 16:46 Uhr

+++ Die PK läuft: "Mussten zunächst von drei Tätern ausgehen" +++

Die Pressekonferenz hat begonnen. "Aufgrund von Zeugenaussagen mussten wir zunächst von bis zu drei Tätern ausgehen", so Polizeipräsident Hubertus Andrä. Er spricht vom bisher schwersten Tag seiner Karriere. "Das Geschehen von gestern Abend und heute Nacht macht uns traurig, sprachlos, und die Gedanken sind insbesondere jetzt auch bei den Opfern", erklärt er.

 

+++ Polizei gibt Entwarnung +++

Es ist jetzt 01:42 Uhr: Die Polizei gibt vorsichtige Entwarnung. Der Attentäter, der vermutlich als Einzeltäter gehandelt hat, sei tot. Er habe sich selbst gerichtet, sagte Polizeipressesprecher Thomas Baumann am Samstag. "Wie es jetzt aussieht, ist es tatsächlich nur einer gewesen. Über seine Identität kann ich noch nichts sagen." An die Bevölkerung gewandt, Baumann: "Die Warnung, nicht aus dem Haus zu gehen, ist eigentlich aufgehoben. Die Busse fahren wohl schon wieder." Der Attentäter hatte am Freitagabend nahe einem Einkaufszentrum im Nordosten Münchens wild um sich geschossen. Mindestens zehn Menschen (unter ihnen der Täter) wurden dabei getötet, mindestens 20 weitere verletzt. In der Innenstadt brach daraufhin eine Panik aus.

+++ Polizei: Es war ein Einzeltäter - Er tötete sich selbst +++

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Attentäter von München um einen Einzeltäter handelte. Dieser habe sich selbst getötet, teilten die Ermittler am Samstag mit.

+++ Bestätigt: Zehn Tote, darunter der Täter +++

Nach BR-Informationen ist ein weiteres Opfer der Attacke in einem Krankenhaus gestorben. Damit ist die Zahl der Toten auf zehn gestiegen, darunter soll auch der Täter sein.

+++ Öffentliche Verkehrsmittel fahren wieder  +++

Nach dem Anschlag in München fahren die öffentlichen Verkehrsmittel in der bayerischen Landeshauptschaft wieder. Dies teilte die Polizei am frühen Samstagmorgen bei Twitter mit. Nach den Schüssen beim OEZ und einer unklaren Lage in der Stadt wurde der öffentliche Nahverkehr - U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen - komplett eingestellt, auch der Zugverkehr stand still.

+++ Nächste PK der Polizei um 2 Uhr

Nach dem Attentat von München mit mindestens acht Toten will die Polizei in einer nächtlichen Pressekonferenz Einzelheiten bekanntgeben. "Wir bereiten eine Pressekonferenz für ca. 2.00 Uhr in unserem Medienzentrum vor", teilte sie auf Twitter mit.

+++ Zahl der Verletzten steigt +++

Die Zahl der Verletzten nach dem Attentat von München hat sich erhöht. Der Rettungsdienst habe 21 Verletzte gezählt, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Die Verletzungen reichten von leicht bis schwer.

+++ Medien: Auto der Täter sichergestellt +++

Wie Focus Online soeben berichtet, hat die Münchner Polizei hat das Auto der oder zumindest eines Täters sichergestellt. Es soll sich um einen dunkelgrauen Mittelklassewagen handeln, der auf einem Abschleppfahrzeug abtransportiert werde.

+++ Neue Anti-Terror-Einheit BFE+ in München +++

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sind in München neben Beamten der Anti-Terror-Einheit GSG 9 auch Spezialkräfte der neuen BFE+ im Einsatz. Die schwer bewaffnete Einheit der Bundespolizei wurde im Dezember 2015 nach den Terroranschlägen von Paris gegründet. Die BFE+, kurz für "Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus" soll Spezialeinheiten wie die GSG 9 und die Spezialeinsatzkommandos (SEK) unter anderem bei Anti-Terror-Einsätzen unterstützen.

+++ Schüsse am Redaktionsgebäude der Abendzeitung +++

Vor dem Verlagsgebäude der Abendzeitung waren am späten Freitagabend von Anwohnern mehrere Schüsse zu hören. Das SEK rückte mit einem Großaufgebot an, konnte aber nichts Verdächtiges finden. Möglicherweise habe es sich um einen üblen Scherz von Feiernden gehandelt, sagte AZ-Chefredakteur Schilling. Es seien aber keine bloßen Böllerschüsse gewesen.

+++ Notrufnummern für besorgte Angehörige +++

Die Münchner Uni-Klinik Großhadern hat nach dem Anschlag in der Landeshauptstadt eine Hotline für Angehörige freigeschaltet. Die Nummern lauten 089 4400-15555 und 089 4400-15556.

+++ Mädchen (15) unter den Toten? +++

Unter den Opfern soll sich nach tz-Informationen auch ein 15 Jahre altes Mädchen befinden.

++ Leiche ein Kilometer von Tatort entfernt+++

Die gefundene Leiche ist runde einen Kilometer vom Tatort entfernt aufgefuden worden. Es kann sein, dass es sich um den Täter handelt, der sich dann selber getötet hätte, oder aber um einen Passant, der vom Täter auf seiner Flucht getötet wurde. Das berichtet die AZ-Reporterin vor Ort.

+++ Männliche Leiche gefunden+++

Die AZ-Reporterin berichtet von einer weiteren männlichen Leiche, die im Umfeld des Tatorts gefunden wurde. Unklar, ob ein weiteres Opfer oder ein Täter. Auch die Polizei bestätigt, dass eine neunte Leiche gefunden wurde. Man prüfe eine Tatbeteiligung

+++ ARD spricht von acht Toten+++

Nun sollen es nocheinmal zwei Todesopfer mehr sein. Die Polizei bestätigt dies.

+++ Nochmal: die Polizei bitte nicht mit Spekulationen belästigen+++

+++ Innenministerium: nur ein Täter?+++

N24 berichtet, dass das bayerische Innenministerium davon ausgeht, dass es sich wohl eher um einen Täter handelt. Eine Bestätigung gibt es hierfür allerdings noch nicht.

+++ AZ-Reporter: "Ruhe" kehrt ein+++

So langsam kommt ein bisschen Ruhe in die Stadt, sofern man in so einer Situation davon sprechen kann. Die Menschen seien inzwischen zu Hause oder anderweitig in Sicherheit, das OEZ ist geräumt. Nun muss man abwarten, was die weiteren Ermittlungen bringen und vor allem, was die Suche nach dem oder den Tätern bringt.

+++ Bundespolizei: sechs Tote+++

Die Bundespolizei kann die sieben Toten doch nicht bestätigen. Damit bleibt es bei sechs Opfern. Sechs zuviel.

+++ Unklar bleibt, wie viele Täter es sind+++

Die Polizei sucht "nach bis zu drei Tätern", es ist aber nicht endgültig gesichert, dass es auch wirklich drei sind. Ministerpräsident Seehofer und Innenminister Herrmann sind inzwischen in der Ettstraße angekommen. Dort ist das Einsatzzentrum.

+++ Mehrere Kliniken lösen Katastrophenfall aus+++

Nicht nur das Klinikum rechts der Isar, auch alle anderen städitschen Kliniken haben den medizinischen Katastrophenfall ausgerufen. Patienten werden zusammen gelegt, um Platz für die schwersverletzten Opfer zu machen. Auch die Ärzte sind im Notfallmodus, die Intensivstationen und OP-Säle werden vorbereitet.

+++ Polizei sehr professionell+++

Die Behörden verhalten sich sehr professionell. Die Kommunikation verläuft reibungslos, der Austausch mit allen Behörden ist flüssig. Nicht einfach, in solch einer aufgeheizten Lage.

+++ Tollwood-Gelände wurde evakuiert+++

In Absprache mit den Behörden wurde das Tollwood-Festival inzwischen evakuiert. Die Musik-Arena war ausverkauft, das Gelände gut besucht. Man habe die Besucher über die Lage informiert, Panik sei nicht ausgebrochen, so eine Sprecherin zur AZ.