Sané-Verletzung und die Folgen Bayerns Transfer-Stau: Dieses Sextett würde helfen

Die Bayern sind gefragt: Den verletzten Sané – oder doch eher Perisic, Ribéry, Werner, Bergwijn, Coutinho oder Bale? Foto: Frank Augstein/AP/dpa

Holen die Bayern Leroy Sané auch mit Kreuzbandriss? Oder müssen sie sich nach einem anderen Außenstürmer umsehen? Ivan Perisic vielleicht? Die AZ erklärt, wer in Frage kommt – darunter ist ein alter Bekannter.

 

Rottach-Egern/München - Trauer, Sorge, Mitgefühl: Das Verletzungspech von Leroy Sané hat bei den Kollegen für emotionale Reaktionen gesorgt – bei Sanés Mitspielern von Manchester City, aber auch beim womöglich künftigen Klub, dem FC Bayern. Jérôme Boateng schrieb in den sozialen Medien, dass Verletzungen "Teil unseres Lebens als Profi-Fußballer" seien: "Ich bin 100 Prozent davon überzeugt, dass du stärker zurückkommen wirst."

Leroy Sané wird nächste Woche operiert

Sechs Monate Ausfallzeit werden bei Sané erwartet. Nach der Kreuzbandverletzung, die er sich am Sonntag im Supercup gegen Liverpool zugezogen hat, steht kommende Woche eine OP an. "Champion, du wirst bald zurück sein", sagte ManCity-Star Kevin de Bruyne, "du weißt, dass dieses Team an deiner Seite steht und dir hilft."

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic sagte: "Das ist traurig. Ich bedauere es sehr, dass sich Leroy schwer verletzt hat. Ich wünsche ihm gute Besserung."

FC Bayern braucht einen Notfall-Plan

Ansonsten verbrachte Salihamidzic den Tag am Handy. Mit Chefscout Marco Neppe und Kovac-Berater Alen Augustincic saß er in der Lobby des Teamhotels. Ob es um Ivan Perisic von Inter Mailand ging? Laut "Gazzetta dello Sport" hat Bayern ein Angebot vorgelegt, das Inter schon angenommen hätte. Vereinbart worden sei eine einjährige Leihe mit Kaufoption von 30 Millionen Euro.

Ob der Sané-Deal geplatzt sei, verriet Salihamidzic nicht. ManCity-Coach Guardiola sagte derweil: "Ich bin kein Arzt, aber normalerweise dauert so etwas sechs, sieben Monate. Hoffentlich ist er im Februar oder März zurück. Er hat mir nicht gesagt, dass er gehen will. Ich habe ihn immer als unseren Spieler angesehen." "Bild online" berichtet unterdessen, Guardiola habe Bayerns Bitte abgelehnt, Sané im Supercup zu schonen.

Wie dem auch sei: Eine Woche vor Bundesliga-Start braucht Bayern einen Notfall-Plan. Den Kampf um einen haben die Bayern aber seit Freitagabend verloren: Hakim Ziyech verlängerte seinen Vertrag bei Ajax Amsterdam bis 2022. Die Bayern hatten schon länger Interesse an dem Offensivstar, Ende der Vorsaison hatte Salihamidzic Kontakt zu Ziyechs Berater aufgenommen.

Alles vergebens, die Bayern müssen sich um einen anderen Spieler aus diesem Sextett bemühen. Die AZ erklärt, welche Spieler sofort helfen würden.

Ivan Perisic (30/Inter Mailand)

Kovac ist ein Fan von seinem kroatischen Landsmann, der in der Bundesliga bereits für Dortmund und Wolfsburg spielte. Der Marktwert liegt bei 30 Millionen Euro. Angeblich hat Bayern schon ein Angebot für Perisic gemacht.

Steven Bergwijn (21/PSV Eindhoven)

Der Außenstürmer gilt als eines der größten Talente im niederländischen Fußball. Bergwijn (Marktwert: 35 Millionen Euro) ist sehr torgefährlich und körperlich robust. Dem FC Watford hat Bergwijn bereits abgesagt, auch der FC Sevilla ist interessiert. Geht Bayern dazwischen?

Timo Werner (23/RB Leipzig)

Werner war sich mit dem FC Bayern schon grundsätzlich einig über einen Wechsel. Doch zuletzt hatte das Thema aufgrund des Sané-Flirts keine Priorität. Dies könnte sich nun ändern. Werners Vertrag in Leipzig läuft 2020 aus. Marktwert: 65 Millionen Euro.

Philippe Coutinho (27/FC Barcelona)

Auch ein Leihgeschäft würde für Bayern Sinn ergeben. Barças Coutinho will wechseln, ein Transfer nach England kam nicht zustande. Kommt jetzt Bayern ins Spiel? Was dagegen spricht: Coutinho ist nicht der Sprinter-Typ, eher klassischer Zehner. Den will Trainer Niko Kovac ja eigentlich nicht haben (James Rodríguez!).

Gareth Bale (30/Real Madrid)

Der Waliser wäre die prominenteste Alternative. Madrid würde Bale lieber heute als morgen loswerden, ein Wechsel nach China scheiterte. Bayern könnten bei einer Leihe die guten Kontakte zu Reals Vereinsspitze helfen. Adidas-Mann Bale wäre auch aus Vermarktungssicht ein Top-Neuzugang.

Franck Ribéry (36/ohne Verein)

Eine Rückkehr würde das Sensations-Comeback von Jupp Heynckes im Herbst 2017 sogar toppen. Aber warum eigentlich nicht? Ribéry flirtete mit arabischen Klubs, doch er hat noch keinen Vertrag unterschrieben, wäre also noch zu haben!

AZ-Umfrage: Soll der FC Bayern Leroy Sané trotz Verletzung verpflichten?

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