Ringen um Top-Lösung Bayern-Rivale Dortmund auch an Nagelsmann dran

Julian Nagelsmann ist auf dem Sprung: Zum FC Bayern oder zu Borussia Dortmund? Foto: firo/Augenklick

Es ist unwahrscheinlich, dass Borussia Dortmund mit Trainer Peter Bosz ins neue Jahr geht – stattdessen ist eine Interimslösung naheliegend. Im Ringen um die Top-Lösung ab Sommer 2018 liefert sich der BVB dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Bayern.  

München/Dortmund - Nur noch unerschütterliche Optimisten glauben daran, dass der glücklose Niederländer Peter Bosz die Wende schafft: 30 Bundesliga-Punkte sollte er bis Weihnachten mit dem BVB auf dem Konto haben – er müsste also die Abwärtsspirale schnellstens beenden und von den verbleibenden vier Spielen deren drei gewinnen.

Nach dem verrückten 4:4 im Revierderby gegen den FC Schalke 04 hatten sich die Verantwortlichen sofort zur Klausur zurückgezogen. Weil derzeit kein geeigneter Kandidat für eine langfristige Lösung auf dem Markt ist, hoffen sie in Dortmund darauf, eine ähnlich gute Übergangslösung wie die mit Jupp Heynckes beim Rivalen FC Bayern organisieren zu können. Ottmar Hitzfeld (68), immerhin vier Jahre jünger als Heynckes, sagte bereits ab.

Als die Super-Variante ab der Saison 2018/2019 hat der BVB ausgerechnet jenen Trainer im Visier, der auch beim deutschen Rekordmeister ganz oben als Nachfolger der Übergangslösung Heynckes auf der Wunschliste steht: Julian Nagelsmann.

Die Diskussion um Jupp Heynckes treibt in München seltsame Blüten, doch spätestens nach seiner klaren Ansage steht fest: Zur nächsten Saison kommt ein neuer Trainer. So sieht nach einer Abwärtsspirale und sechs Pleiten in Serien auch der Dortmunder Plan aus. Julian Nagelsmann sollte schon im vergangenen Sommer als Nachfolger von Thomas Tuchel kommen, sagte dann aber ab.

Der 30-jährige Überflieger hat bei der TSG 1899 Hoffenheim noch einen Vertrag bis 2021, aber auch eine Ausstiegsklausel für das Jahr 2019 – für angeblich fünf Millionen Euro darf er den Verein vorzeitig verlassen. In der BVB-Spitze baut man darauf, dass sie Nagelsmann schon zur kommenden Spielzeit nach Dortmund lotsen können, wenn man nur genügend Geld bietet.

"Dass ein außergewöhnlicher Trainer wie Julian immer wieder bei internationalen Top-Teams ins Gespräch gebracht wird, ist für uns nicht neu", wird Hoffenheims Geschäftsführer Hansi Flick von den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitiert. "Damit können wir gut umgehen. Julian hat sich langfristig an uns gebunden, und daher verfolgen wir diese Spekulationen mit einer routinierten Gelassenheit."

Hoffenheim hat schon einen Nachfolger im Blick

In München hoffen sie immer noch, dass Nagelsmann womöglich seinen Nationalspielern Sebastian Rudy und Niklas Süle nachfolgt. Und in Hoffenheim wird mit David Wagner (Huddersfield Town) bereits ein potenzieller Nagelsmann-Nachfolger gehandelt.

Ab der neuen Saison wollen also sowohl der FC Bayern als auch Dauerrivale Borussia Dortmund eine prominente Dauerlösung als Trainer präsentieren. In München wurden in den letzten Monaten neben Nagelsmann weitere Namen gehandelt: Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig), Niko Kovac (Eintracht Frankfurt), Jürgen Klopp (FC Liverpool), Thomas Tuchel (vereinslos) - und sogar Bundestrainer Joachim Löw. Um diesen von der BILD ins Spiel gebrachten Masterplan auch nur ansatzweise realisieren zu können, müsste Heynckes in jedem Fall noch ein Jahr dranhängen.

Lesen Sie hier: Hoeneß, Heynckes und das Traineramt - der Bärendienst

 

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