Playoffs mit Chicago verpasst Bastian Schweinsteiger vor Karriereende: Was für eine Rückkehr zum FC Bayern spricht

Legende des FC Bayern: Bastian Schweinsteiger Foto: imago images / MIS

Bastian Schweinsteiger verpasst mit Chicago Fire erneut die Playoffs in der MLS – seine große Laufbahn könnte demnächst beendet sein. "Ich würde ihn mir bei uns wünschen", sagt Rummenigge.

 

München/Chicago - Beim FC Bayern wird genau verfolgt, was dieser Tage im 7.200 Kilometer Luftlinie entfernten Chicago passiert. Besonders für Karl-Heinz Rummenigge ist die Situation am Lake Michigan sehr interessant – denn dort hält sich Bastian Schweinsteiger auf. Der Weltmeister von 2014 ist ein Wunschkandidat Rummenigges, wenn es um die Besetzung der zukünftigen Führungspositionen bei den Münchnern geht.

"Der FC Bayern ist immer interessiert, wichtige ehemalige Spieler an den Klub zu binden. Ich würde mir zum Beispiel auch Bastian Schweinsteiger bei uns wünschen", sagte Rummenigge im Frühjahr im AZ-Interview und ergänzte: "Ich habe zu Basti relativ viel Kontakt. Wir texten regelmäßig und telefonieren auch mal. Ich habe ihm gesagt, er soll sich mal gedanklich damit auseinandersetzen, ob das eine reizvolle Option für ihn ist."

Schweinsteiger: Zukunftsentscheidung "in den nächsten Wochen"

In den kommenden Wochen hat Schweinsteiger viel Zeit, seine Gedanken zu sortieren. Denn mit seinem Klub Chicago Fire hat er abermals die Playoffs in der nordamerikanischen MLS verpasst. Das Team aus Illinois musste sich im Heimspiel gegen Toronto mit einem 2:2 begnügen und belegt vor dem letzten Spieltag der Vorrunde mit 39 Punkten den achten Tabellenplatz im Osten. Das reicht nicht für die Playoff-Quali. Zum Saisonabschluss trifft das Team am Sonntag auf Orlando City. Wie geht es nun weiter mit Schweinsteiger?

Als der frühere Held des FC Bayern zu seiner Zukunft befragt wurde, lachte er erstaunt auf. "Das fragt ihr mich an einem Tag wie heute", sagte Schweinsteiger: "Ich weiß es nicht." Erst "in den nächsten Wochen" werde der inzwischen 35-Jährige "wahrscheinlich" eine Entscheidung treffen.

Die sportlichen Argumente, noch eine weitere Spielzeit bei Chicago Fire zu spielen, halten sich in Grenzen. "Wir sind sehr enttäuscht, dass wir uns nicht für die Playoffs qualifiziert haben", sagte Schweinsteiger nach der Partie: "Wir hatten sehr gute Möglichkeiten. Wir haben das erste Tor nicht geschossen, das war in der ganzen Saison schon so. Wenn du in die Playoffs willst, musst du die Tore schießen."

Schweinsteiger hätte in München einen alten Bekannten

Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgte US-Nationalstürmer Jozy Altidore in der 59. Minute für die 1:0-Führung der Gäste. Chicagos Aleksandar Katai (68.) und Fabian Herbers (77.) drehten mit ihren beiden Treffern das Spiel zugunsten der Hausherren. Für den Endstand sorgte dann Torontos Omar González (80.). Schweinsteiger spielte vor 17.748 Zuschauern durch.

Nur 2017 bestritt der deutsche WM-Champion von 2014 ein Spiel in den Playoffs. Wie schon während seiner Jahre bei Bayern ist Schweinsteiger in Chicago Publikumsliebling, er fühlt sich mit Ehefrau Ana und den beiden Kindern sehr wohl. "Die Stadt hat großes Potenzial", sagte er – unabhängig von seinem Verbleib. Ein Karriereende Schweinsteigers ist nun allerdings gut vorstellbar – ebenso wie eine Rückkehr zum FC Bayern?

Schweinsteiger ist bekanntermaßen ein Freigeist, der die Welt entdecken will. Doch die Verbindung nach München ist nach wie vor eng. Und: Neben Rummenigge gibt es ab Jahresbeginn 2020 zumindest einen weiteren Vertrauten im Klub. Oliver Kahn, der früher neben Schweinsteiger in der Kabine saß, verstärkt dann den Vorstand.

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