Partei geht das Geld aus AfD bettelt ihre Mitglieder an: Rettet uns!

Beatrix von Storch fleht die Partei-Mitglieder um Spenden an. Foto: AfD/Beatrix von Storch

Die Alternative für Deutschland sucht eine Alternative für die Parteienfinanzierung: Da ein bislang praktizierter Gold-Trick künftig nicht mehr funktionieren wird, werden jetzt die Mitglieder um Bargeld angefleht.

 

Berlin – Um das Kapital der Partei zu vergrößern, griff die AfD bislang zu einem kuriosen Trick: Sie verkaufte Gold mit einer extrem geringen Marge an ihre Mitglieder. Denn durch den Verkauf selbst wollte man gar nicht wirklich Gewinn machen. Vielmehr ging es um den Umsatz. Nach dem berechnet sich nämlich hinterher, wie viel Geld man aus dem Topf der staatlichen Parteienfinanzierung bekommt.

Die simple Rechnung der Alternative für Deutschland (Afd) lautete also: Wir müssen unseren Umsatz nur so hoch wie möglich treiben und schon sprudelt das Geld vom Bund und füllt die Parteikasse nahezu von ganz alleine.

Dieses Konzept trieb die Satirepartei DIE PARTEI schließlich auf die Spitze: Sie verkaufte 100-Euro-Scheine für 80 Euro und machte Dank der absurden Regelung im Parteiengesetz sogar immer noch Gewinn dabei.

Doch damit soll nun Schluss sein. Die große Koalition wird das Gesetz ändern, damit solche Auswüchse künftig nicht mehr möglich sind. Während DIE PARTEI das gelassen hinnimmt, da sie ihre Aktion sowieso nur als einen Protest gegen das Geschäftsgebaren der Alternative für Deutschland versteht, läuten bei der AfD-Führung nun alle Alarmglocken. Sie sieht ihre Partei vor dem finanziellen Ruin.

"Helfen Sie uns gegen diesen Anschlag auf unsere Existenz"

In einem Schreiben, das der Vorstand an die Mitglieder der Alternative für Deutschland verschickte, heißt es: "Wenn die Änderung des Parteiengesetzes in wenigen Tagen verabschiedet wird - und davon müssen wir ausgehen - entsteht eine Finanzierungslücke für das Jahr 2017, die sich direkt auf den Bundestagswahlkampf auswirken würde. Zudem laufen wir durch die rückwirkende Geltung des Gesetzes in Gefahr zu viel erhaltenes Geld eventuell rückzahlen zu müssen."

Beatrix von Storch, AfD-Abgeordnete im Europaparlament, formuliert es sogar noch pathetischer: Sie spricht auf einem Flyer von einem "Anschlag auf unsere Existenz" und glaubt, dass die Große Koalition die AfD "vernichten" will. Um dies zu verhindern, müssten 20.000 AfD-Anhänger je 100 Euro spenden. Der Hilferuf an die Mitglieder endet mit den Worten: "Das Schicksal der AfD liegt in Ihrer Hand."

 

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