Offiziell vorgestellt Der Hernández-Kosmos: So tickt der neue Bayern-Star privat

, aktualisiert am 09.07.2019 - 08:20 Uhr
Der Weltmeister sprach sogar Deutsch: "Servus, ich bin Lucas. Ich bin glücklich, hier zu sein, und freue mich auf eine gute Saison mit dem FC Bayern. Pack mas!" Foto: Matthias Balk/dpa

Bayerns Rekord-Neuzugang Lucas Hernández stellt sich in der Arena vor und sagt: "Ich bin stolz, diese Farben zu tragen." Die AZ erklärt, wie der Verteidiger privat tickt, warum er ein halber Spanier und ein "Krieger" ist.

 

München - Das ist er also, der neue Rekordspieler des FC Bayern. Im dunkelblauen Anzug stellte sich Lucas Hernández, 23-jähriger Franzose, der für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde, am Montag in der Allianz Arena vor.

An seiner Seite: Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ("Ich bin sehr stolz!") und eine sechsköpfige Entourage um den Berater und Ehefrau Amelia, die Hernández begleitete. Ach ja: Söhnchen Martin (elf Monate alt) war natürlich auch dabei. Der Junior trug ein Bayern-Trikot mit der Nummer 21 und der Aufschrift "Papa".

Irgendwann wurde Martin aus dem Presseraum getragen. "Der hat es ein klein wenig satt, der fängt an zu weinen", meinte sein Vater schmunzelnd. Für Hernández selbst galt das nicht. Der Abwehrstar legte einen selbstbewussten Auftritt hin – und sprach sogar Deutsch: "Servus, ich bin Lucas. Ich bin glücklich, hier zu sein und freue mich auf eine gute Saison mit dem FC Bayern. Pack mas!"

Später ging's noch raus auf den Rasen der Allianz Arena zum Foto-Shooting. Wie der Neue privat tickt – und wie er Bayern helfen soll: Die AZ erklärt den Hernández-Kosmos.

Lucas Hernández: Der Familienmensch

2017 heiratete Hernández seine langjährige Freundin Amelia Ossa Llorente in Las Vegas, das Paar hat einen Sohn: Martin wird am 1. August ein Jahr alt. "Ich bin ein Familienmensch. Das ist das Wichtigste", sagte Hernández, dessen Beziehung nicht immer harmonisch verlief. 2017 musste er sich nach einem handfesten Streit mit Amelia vor Gericht verantworten. Beide leisteten anschließend gemeinnützige Arbeit, versöhnten sich aber wieder.

Hernández hat einen prominenten Bruder – Theo (21) wechselte gerade für 20 Millionen Euro von Real Madrid zum AC Mailand. Er ist ebenfalls Abwehrspieler. Zu seinem Vater hat Lucas Hernández keinen Kontakt, seine Mutter vergöttert er. "Alles, was ich bin, habe ich ihr zu verdanken", sagte er.

Lucas Hernández: Der Halb-Spanier

Hernández wurde zwar im französischen Marseille geboren, doch seine Familie zog früh nach Spanien, da war er gerade fünf Jahre alt. Der Grund: Hernández' Vater Jean-Francois spielte als Profi für Rayo Vallecano und Atlético Madrid. Von 2007 an durchlief Hernández die Jugendteams von Atlético, 2014 debütierte er für die Profis in der spanischen Liga.

"Wenn mein spanischer Pass bald da ist, wäre es eine Ehre, für die Nationalmannschaft zu spielen", sagte Hernández einmal: "Ich sehe mich als Spanier." Doch so weit kam es nicht. Bis heute hat der Verteidiger nur den französischen Pass – und mit der Équipe Tricolore wurde er 2018 dann auch Weltmeister.

Lucas Hernández: Der Allrounder

Welche ist denn nun die beste Position des Franzosen? Während er im Nationalteam als Linksverteidiger zum Einsatz kommt, wechselte er bei Atlético zwischen Abwehrmitte und linker Seite. "Ich kann beides spielen", sagte Hernández: "Der Trainer wird entscheiden."

Die Variabilität erinnert an Philipp Lahm, dessen Rückennummer 21 Hernández übernommen hat. "Das ist eine Ehre", sagte er, "Lahm hat hier alles gewonnen."

Lucas Hernández: Der Kämpfer

"Ich kann ein Leader sein, so ist mein Charakter", kündigte der neue Abwehrstar an: "Ich bin ein Spieler mit viel Mentalität und stolz, diese Farben zu tragen und sie zu verteidigen." Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps sagt über Hernández, dass dieser ein "Kämpfer, ein Krieger" sei. Klingt gefährlich.

Und auch Ex-Stürmer Rummenigge meinte, dass er früher "nur ungern gegen den Verteidiger Hernández gespielt" hätte, denn: "Er ist schnell und aggressiv."

Lucas Hernández: Der Griezmann-Freund

Bahnt sich doch ein Transfercoup bei den Münchnern an? Hernández sagte jedenfalls, dass Atlético-Topstar Antoine Griezmann (28) sein "Kumpel" sei und er ihn gern in München sehen würde: "Wenn es die Chance geben würde, wäre das toll. Er könnte sich hier zum besten Spieler der Welt entwickeln." Doch Griezmann wird wohl zum FC Barcelona wechseln.

Lucas Hernández: Der Verletzte

Noch kann Hernández nach einer Knie-OP nicht mit der Mannschaft trainieren, doch sein Innenband fühle sich inzwischen wieder "sehr gut" an. Hernández' Ziel: Am ersten Bundesliga-Spieltag gegen Hertha BSC (16. August) will Hernández auf dem Platz stehen.

Lesen Sie hier: Mini-Kader beim ersten Bayern-Training

 

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