Öko, sozial und hip Aqua Monaco: Jazz und Gin Tonic

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Von links: Timo Thurner, Florian Breimesser und Robert Graenitz verkaufen mit Aqua Monaco lokales Münchner Wasser. Foto: Aqua Monaco

Aqua Monaco macht lokales Münchner Wasser und das ist grün, sozial und mit Musik.

 

Im Keller bei Aqua Monaco proben drei Jazzmusiker für ihren Auftritt in der Unterfahrt, eine Mitarbeiterin werkelt in der offenen Küche mit Gemüse fürs Mittagessen und die Tonic-Water-Sorten auf dem Tisch werden im Laufe des Interviews immer mehr: Fünf verschiedene sind es am Ende.

Aqua Monaco: Öko, sozial und hip

Aqua Monaco ist eines jener Unternehmen, bei dem man ungläubig staunt, wie öko, sozial und hip zugleich eine Marke sein kann. Die Jazzmusiker proben hier nicht für die Presse, sondern haben im großzügigen Kellerbüro in Haidhausen ein Live-Studio. Monaco Jazz Club nennt sich der im vergangenen Jahr gegründete Verein zur Förderung der Jazzmusik in München mit 30 Musikern. "Wir sind totale Musikliebhaber", erklärt Robert Graenitz (46) den simplen Beweggrund, einen solchen Verein zu gründen, aufzubauen und finanziell zu unterstützen.

Mit Florian Breimesser (43) und Timo Thurner (43) hat er das Unternehmen gegründet und 2011 die ersten Flaschen abgefüllt. Die Idee: Das eiszeitliche Gletscherwasser aus der Münchner Schotterebene in Glasflaschen abfüllen und zu den Münchner zu bringen. Das Logo – einen Schwan – hat Thurner, der Grafiker ist, entworfen.

Mittlerweile trinken das Münchner Wasser und seine Varianten wie Tonic, Ginger Ale und Cola nicht nur Münchner – in 20 Ländern ist Aqua Monaco vertreten. Jüngst wurde das herbe Tonic Water vom deutschen Barmagazin Mixology zum besten Tonic-Water gekürt.

Neben Wasser im Repertoire: Tonic, Ginger Ale und Cola

Viel stolzer als auf diese Auszeichnung sind die Gründer darauf, dass sie eine Mixer-Getränkelinie auf Biobasis herausgebracht haben. Einzig die Chinarinde für das Tonic-Water ist nicht biozertifiziert. Was durchaus eine Herausforderung ist, da sie im bolivianischen Urwald gesammelt wird. Aber: Auch bei Bio ist erlaubt, dass ein geringer Anteil nicht bio ist. Auch wenn die Vorgaben streng sind und alle Zutaten, ja sogar die Etiketten, separat gelagert werden müssen.

Seit 2018 arbeitet das Unternehmen komplett klimaneutral und vegan, von Anfang an haben sie auf Plastik verzichtet. Ein sehr ökologisches Angebot also. Mehr Öko geht wohl nur, wenn man es wie viele Münchner macht, die im Alltag einfach nur Leitungswasser trinken.

Good Monaco: Initiative zur Unterstützung von sozialen Projekten

Mit Good Monaco haben die drei 2018 eine Initiative zur Unterstützung von sozialen Projekten gegründet. Nicht nur ihr eigener Monaco Jazz Club wird so finanziert, sondern mit mindestens 5.000 Euro im Monat ökologische Initiativen wie Plant-for-the-Planet, die Bäume pflanzen oder – in München – soziale Projekte, die sich für benachteiligte Kinder und Chancengleichheit einsetzen. Koordiniert wird das von Katrin Graenitz vom Bellevue di Monaco. Sie denkt sich auch so schöne Aktionen aus, wie dem Münchner Theater für Kinder in der staden Sommerzeit ein großes Kontingent Karten abzukaufen, das Kinder aus Familien bekommen, die sich Theaterbesuche nicht leisten können.

Etwa 5,4 Millionen Flaschen wurden 2019 produziert. Zum Vergleich: Augustiner kommt auf 1,63 Millionen Hektolitern, ein Hektoliter sind 100 Liter. Noch findet man Aqua Monaco fast nur in Bars, aber jetzt wollen sie in den Handel.

Ab dem Frühjahr wird Aqua Monaco auch Limonaden abfüllen, die allesamt unter fünf Gramm Zucker enthalten – die Grundlage ist natürlich das Münchner Wasser.

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