Neueröffnung im Tal "Zum Stiftl": Modernes Wirtshaus statt Bankfiliale

"Ich bin ein Vollblut-Gastroindianer": Jungwirt Stefan Stiftl vor seinem ersten eigenen Lokal. Foto: Daniel von Loeper

Das neu eröffnete Wirtshaus "Zum Stiftl" bietet junge bayrische Kost im Herzen der Stadt.

 

München - Dunkle alt-bayrische Täfelung, helle Holzbänke und kupferfarbene Hängeleuchten: Schlicht und stilvoll ist das erste eigene Wirtshaus von Stefan Stiftl (33) geworden. Der Sohn des Wiesn-Wirts Lorenz Stiftl hat im Erdgeschoss des "Däntl-Hauses" im Tal 15 ein modernes bayrisches Lokal eröffnet. Früher hatte hier die Santander-Bank eine Filiale.

"Das ,Stiftl’ ist hauptsächlich für Münchner gedacht, aber willkommen sind natürlich alle Gäste", sagt der Wirt. Die Zielgruppe ist jung: In der Karte wird geduzt, es gibt WLAN, Laptop-Nutzer sind willkommen. Das Lokal hat vier Bereiche mit unterschiedlichen Sitzhöhen: Im vorderen Teil geht es lebendig zu. Hier können Gäste schnell einen Snack essen, während der Fußball-WM Spiele schauen oder das bunte Treiben im Tal beobachten. Hinten im Gastraum ist es gemütlicher. Bei schönem Wetter locken mehr als 130 Plätze vor dem Lokal.

Zum Stiftl: Das kostet das Essen

Der junge Wirt hat altbewährte Klassiker in die Karte aufgenommen und richtet sie mit Liebe zum Detail an. Die Preise im Stiftl: für Innenstadt-Verhältnisse durchaus in Ordnung. Eine Scheibe "Madls Schweinsbraten" kostet mit Beilagen 9,80 Euro, die große Portion 11,50 Euro. Für 220 Gramm Dry Aged Entrecôte aus Bayern muss man 28,50 Euro berappen. Weißwürste kosten 2,70 Euro das Stück, vegane "Erdäpfelnudeln" liegen bei 10,50 Euro.

Für den kleinen Hunger gibt es bis 15 Uhr die "Fitte Pause": eine Scheibe köstliches Bauernkrustenbrot mit Avocado, Ei und Tomaten (6,80 Euro). Empfehlenswert ist die hausgemachte Limo (4,10 Euro für 0,3 l). Der Hugo kostet 5,90 Euro (0,25 l). Das Helle Hacker-Pschorr gibt es hingegen für 3,90 Euro – wenig im Vergleich zur Konkurrenz, wie dieser Tage ein großer AZ-Vergleich zeigte. Die Lebensmittel stammen von lokalen Unternehmen wie der hauseigenen Stiftl Metzgerei und Dallmayr. Anstelle von Coca Cola bietet Stiftl Duisburger Sinalco an.

Bodenständig wie seine Bierpreise wirkt auch der Gastronom selbst. Sein neues Projekt liegt ihm am Herzen: "Ich werde versuchen, jeden Tag hier zu sein", sagt er.


Tal 15, So-Do 9 bis 1 Uhr, Fr-Sa 9 bis 3 Uhr

 

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