Nach Champions-League-Ausschluss FC Bayern: Muss Manchester City Leroy Sané jetzt abgeben?

, aktualisiert am 14.02.2020 - 21:10 Uhr
Völlig konsterniert: Pep Guardiolas Klub Manchester City wird in den kommenden beiden Jahren nicht an der Champions League teilnehmen. Foto: imago images / PRiME Media Images

Bislang stellte sich Manchester City gegen einen Verkauf von Leroy Sané, der seit Monaten vom FC Bayern umworben wird. Tatsächlich könnten die für gewöhnlich gut betuchten Citizens aber bald zu einem Verkauf gezwungen sein – aus finanziellen Gründen.

 

München/Manchester - Leroy Sané und der FC Bayern: Das Transfer-Theater des vergangenen Jahres wird auch in diesem Jahr wieder an Fahrt aufnehmen. Bislang weigerten sich die Verantwortlichen von Manchester City, dem Nationalspieler die Freigabe zu erteilen. Dies dürfte sich nun allerdings ändern.

Der Grund: Der gut betuchte Scheichklub aus der englischen Arbeiterstadt hat einmal mehr Probleme mit dem Financial Fairplay (FFP), das eine Ausgabenkontrolle der Vereine vorsieht. Zwischen 2012 und 2016 habe der aus Abu Dhabi alimentierte Verein Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht, teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Freitag mit.

Manchester City aus Champions League ausgeschlossen!

Die Konsequenz: Manchester City wird wegen der Verstöße für die kommenden beiden Spielzeiten aus der Champions League ausgeschlossen - obendrauf gibt es noch eine Strafzahlung in Höhe von 30 Millionen Euro! Um den massiven Wegfall an Einnahmen zumindest teilweise zu kompensieren, liegt ein Verkauf des deutschen Nationalspielers nahe.

Der Vertrag des Flügelspielers läuft im Sommer 2021 aus, Gespräche über eine Verlängerung liegen aktuell auf Eis. Will City noch eine halbwegs marktübliche Summe für Sané kassieren, muss er spätestens nach dieser Saison wechseln. Noch im vergangenen Sommer, also vor Sanés Kreuzbandriss Anfang August, soll City laut englischen Medienberichten eine Ablöse von 150 Millionen Euro gefordert haben. Mittlerweile dürfte die Summe deutlich darunter liegen.

Die UEFA beobachtet Manchester City genau

Es ist nicht das erste Mal, dass Manchester City mit dem Financial Fairplay der UEFA in Konflikt gerät. Bereits 2014 wurde der Klub aus den East Midlands zu einer Strafe in Höhe von 60 Millionen Euro verdonnert, nachdem im Geschäftsjahr zuvor Verluste von knapp über 60 Millionen Euro eingefahren worden waren. Seitdem standen die Citizens unter genauer Beobachtung des europäischen Fußballverbandes.

Nach Kreuzbandriss: Leroy Sané macht Fortschritte

Die Bayern verfolgen die Entwicklungen in der Causa Sané derweil genau - und dürften angesichts der neuesten Entwicklungen aufhorchen. AZ-Informationen zufolge genießt der 24-Jährige bei den Bossen trotz seines monatelangen Ausfalls weiterhin höchste Priorität, wie Ex-Präsident Uli Hoeneß Ende bereits September im Podcast "Planet Futbol" andeutete. Zunächst wolle man "abwarten, wie seine Genesung verläuft. Ich denke, die neuen Leute müssen sich im Januar, Februar zusammensetzen und beraten, wie es in dieser Sache weitergeht."

Rein körperlich geht es für Sané derweil bergauf: Mitte Januar kehrte der 24-Jährige wieder ins Training zurück, eine Rückkehr ins Spielgeschehen wird im Frühjahr erwartet. Dass es seine Abschiedstour für die Citizens ist, scheint immer wahrscheinlicher.

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