Münchner Traditionslokal "Zum Spöckmeier": Arabella Schörghuber sorgt für Wirte-Beben

, aktualisiert am 22.11.2019 - 06:45 Uhr
Arabella Schörghuber übernimmt das Münchner Traditionslokal "Zum Spöckmeier" in bester Innenstadt-Lage. Foto: Anna Pfister, imago/STL, AZ-Montage

Große Veränderungen in Münchens Traditionslokal "Zum Spöckmeier": Arabella Schörghuber wird Lorenz Stiftl ausbooten. Alle Hintergründe und was die Brauerei dazu sagt.

 

München - In dieser Woche ist es ihr Ex-Ehemann Peter Pongratz, der medial auffällig ist und fürs Münchner Stadtgespräch sorgt. Ja, mit 72 ist er noch mal Vater geworden. Freundin und Beauty-Unternehmerin Elen hat kürzlich die gemeinsame Tochter auf die Welt gebracht. Um diese Aufmerksamkeit beneidet Arabella Schörghuber, geschiedene Pongratz, den Ex sicher nicht. Im Gegenteil.

Sie ist froh, wenn der Fokus nicht auf ihr liegt. Doch wer glaubt, dass sich die Frau, nach der schon Hotels und ein Platz in München benannt worden sind, mit der Gesamtsituation zufrieden gibt, täuscht sich: Wirtin vom Paulaner Festzelt auf der Wiesn (vormals: Winzerer Fähndl) und Chefin der Grünwalder Einkehr (mit Tochter Ramona; den Eintrag im Handelsregister hat sie nach der Trennung ändern lassen, der Ex-Liebste war damit auch Ex-Geschäftsführer) – das ist schön und gut. Aber das reicht Arabella Schörghuber nicht. Natürlich könnte sie sich ausruhen auf ihren unzähligen Immobilien und dem vielen Geld. Aber das passt nicht zu ihr. Sie möchte zeigen, was sie, wohlgemerkt ohne den Ex, als Gastronomin drauf hat.

Schörghuber wird "Spöckmeier" übernehmen

Nach AZ-Informationen plant sie einen nächsten Coup, der für ein Wirte-Beben sorgen wird: Sie wird Münchens Traditionswirtshaus "Zum Spöckmeier" in der Rosenstraße übernehmen. Erstes pikante Detail: Dort war vor ihrer Hochzeit auch mal ein gewisser Peter Pongratz Wirt (1985 bis 1993).

Pikante Details 

Zweites pikante Detail: Aktuell ist dort Lorenz Stiftl der Pächter. Der hat es nach dem zu frühen Tod des Vaters - angefangen von einer Tankstelle - zu einem Top-Gastronomen (u. a. Grünwalder Stadion, Audi Sportpark Ingolstadt) geschafft. Im Tal hat er das Wirtshaus Zum Stiftl, auf der Wiesn das gleichnamige Zelt.

Immer wieder wurde und wird er als potenzieller neuer Wirt eines großes Wiesnzelts gehandelt. Als Sepp Krätz' Hippodrom vakant wurde, landete er nur knapp hinter Siegfried Able. Jetzt droht ihm nach zehn Jahren der Verlust des "Spöckmeier" in bester Bestlage.

Keine Statement von Lorenz Stiftl

Was Stiftl dazu sagt? Lieber nix. Nachfrage bei der Brauerei Paulaner, der das Lokal gehört. Sprecherin Birgit Zacher zur AZ: "Ja, es stimmt, der Vertrag mit Lorenz Stiftl läuft am 31.12.2020 aus. Fest steht, dass der "Spöckmeier" dann grundlegend renoviert, saniert und umgebaut wird, was seit 30 Jahren nicht mehr passiert ist. Zu personellen Fragen äußern wir uns nicht."


"Zum Spöckmeier" mit langer Historie

Beste Lage, längste Tradition: Das Wirtshaus in der Rosenstraße ist geschichtlich erstmals 1450 aufgeführt. Die damalige Wirtsfamilie hieß Rackendorffer, 1520 wurde Hanns Kern als erster Bierbrauer der Besitzer.

1687 bekam das Wirtshaus den Namen Spöckmeier. Es ist heute das letzte Wirtshaus in der Innenstadt mit einer eigenen Metzgerei. Vor Lorenz Stiftl waren hier berühmte Vorgänger tätig wie Sonja und Karl Langegger, Richard Süßmeier, Willi und Helga Kreitmair – und auch Peter Pongratz.

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