Münchner Spitzen-Quartett Bayerns Raumfahrer für die Titel-Mission 2020

Vier Säulen für Bayerns Mission Titel-Landung: Thiago, Joshua Kimmich, Robert Lewandowski und Manuel Neuer (von links). Foto: Peter Kneffel/dpa, Kay Nietfeld/dpa, Christian Charisius/dpa, Soeren Stache/dpa

Eine Delegation des Meisters besucht die Nasa in Houston. "Deren Mission ist schwieriger als die des FC Bayern", sagt Karl-Heinz Rummenigge. Die AZ erklärt, auf welche Spieler Niko Kovac bei der Mission 2020 baut.

 

Houston/München - Training mal anders. Unter erschwerten Bedingungen – ohne Erdanziehungskraft. Javi Martínez und Thiago durften im "Lyndon B. Johnson Space Center" von Houston das Trainingszentrum der Astronauten für die Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) besuchen und einige Fitness-Übungen machen, mit denen der Zustand der Schwerelosigkeit simuliert wird. "Houston – wir haben kein Problem", sagte Martínez mit einem Grinsen.

Zum 50. Jahrestag der ersten Mondlandung bekam eine Delegation des FC Bayern mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus eine exklusive Führung bei der US-Raumfahrtbehörde. "Die Mission, die hier die Nasa zu erfüllen hat, ist wesentlich schwieriger und auch interessanter als das, was Bayern München jede Saison mit seiner Mission hat“, kommentierte Rummenigge beeindruckt. Angebrachtes Understatement.

Und doch haben die Bayern auf ihrer US-Promotiontour einen Schwerpunkt auf Trainingseinheiten und die drei Testspiele gelegt. Es gilt, fit zu werden für die neue Saison, für die neuen Herausforderungen – und den nächsten Anlauf zum Triple. Man soll sich ja die höchsten Ziele stecken.

"Wir werden von vielen gejagt", sagte Trainer Niko Kovac, "mit dem BVB haben wir uns ja bis zum letzten Spieltag ein enges Rennen geliefert. Sie haben ein paar gute Bundesliga-Spieler verpflichtet. Das macht sie auf jeden Fall stärker." Für die erneute Titelverteidigung, die achte Meisterschaft in Serie, hat Kovac vier Säulen in seinem Team, die für eine erfolgreiche Henkelpott-Mission stehen sollen.

Captain Neuer und die drei anderen bayerischen Astronauten: Joshua Kimmich, Thiago und Robert Lewandowski. Die AZ erklärt, welche Rolle das Quartett spielt in Bayerns Space Shuttle, das am Montagmittag (Ortszeit) in Kansas City landete, um die gute Frühform im dritten Spiel der US-Tour gegen den AC Mailand (in der Nacht auf Mittwoch, 3 Uhr MESZ) zu bestätigen.

Manuel Neuer

Der Kapitän hat die Richtung vorgegeben. Sieben Meisterschaften in Serie reichen dem 33-Jährigen nicht. "Wir wollen unseren Rekord so ausbauen, dass er nie mehr zu brechen ist. Das ist unser großes Ziel", sagte er auf der USA-Reise. Und der zweite Champions-League-Titel würde ihn sogar vom künftigen Vorstandsboss Oliver Kahn abheben. Auch deshalb richtete sein Berater aus, der Bayern-Kader sei "aktuell noch nicht entsprechend aufgestellt, um Manuels Ziele ernsthaft anzugehen". Neuer geht mit Leistung voran. Seit dem Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:0) knüpft er wieder an alte Weltklasse-Form an.

Joshua Kimmich

Der Bayern-Kapitän der Zukunft ist, obwohl erst 24 und obwohl erst vier Jahre bei Bayern, einer der Wortführer in der Mannschaft, einer der Lautsprecher auf dem Platz. Als Ehrgeizling, als einer, der immer spielen will, unumstritten. Und flexibel. Ob Rechtsverteidiger oder als Sechser – Kimmich ist stets bissig. Und unverzichtbar.

Thiago

Der Spanier geht in sein siebtes Bayern-Jahr. Er sei "top", sagte Kovac in den USA über den 28-Jährigen. "Was Thiago im letzten Jahr gespielt hat, war sensationell gut", schwärmte sein Trainer und fügte hinzu: "Er ist unser Taktgeber im Mittelfeld, ein Spieler, der mit dem Ball alles kann. Er kann das Spiel beschleunigen, er kann das Spiel beruhigen, er denkt auf dem Platz wie ein Trainer."

Robert Lewandowski

Mittlerweile ist der Mittelstürmer neben Thomas Müller Vize-Kapitän, das dokumentiert er auch durch sein viel kommunikativeres, sozialeres Verhalten. "Ich wollte Lewy die nötige Anerkennung und Wertschätzung geben, die er verdient. Man hat gesehen, dass ihm das viel bedeutet", erklärte Kovac, der konstatierte: "Er bringt sich sehr ein, ich freue mich über seine Entwicklung." Mal abgesehen von den Toren am Fließband. Die Vertragsverlängerung bis 2023 ist nur noch Formsache. Rummenigge meinte zuversichtlich: "Robert ist happy bei uns."

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