Löwenbräuzelt-Vergabe Ex-Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl kritisiert die Stadt

27 Jahre hat sie den Ton auf der Wiesn angegeben: Gabi Weishäupl. Foto: picture alliance/Frank Leonhardt/dpa

Die Wirte-Frage im Löwenbräuzelt ist geklärt. Gabi Weishäupl, langjährige Wiesn-Chefin, kritisiert die Entscheidung in der AZ deutlich. 

 

München - Die Nachfolge im Löwenbräuzelt ist amtlich: Steffi Spendler (52) übernimmt’s von ihrem Vater Wiggerl Hagn (79). Ihr Sohn Lukas Spendler (23), der bleibt aber außen vor.

Hat sich die Stadt München richtig entschieden? Spendler hatte das Löwenbräuzelt jahrelang zusammen mit ihrem Vater geführt, der nun nach Abrechnungsfehlern in Millionenhöhe ausgeschieden ist.

Spendler kommt ungeschoren davon, da ihr nicht nachgewiesen werden konnte, von den Fehlern gewusst zu haben. Eine Entscheidung, die in München für Diskussionen sorgt. Jetzt äußert sich erstmals die frühere Tourismus-Chefin der Stadt in der AZ dazu.

Gabi Weishäupl war 27 Jahre lang Oktoberfest-Chefin, kaum jemand kennt sich auf der Theresienwiese besser aus als sie.

"Stadt muss aufpassen, dass sie ihr Gesicht nicht verliert"

Der AZ sagt die Expertin: "Als langjährige Wiesn-Chefin halte ich die Entscheidung für sehr brisant und diskussionswürdig. Rechtlich hat es mein Nachfolger richtig geprüft, aber der gesunde Menschenverstand könnte es anders bewerten. Die Stadt München hätte ein Exempel statuieren können, so geht die Familien-Ära nach den Abrechnungsfehlern weiter. Wahrscheinlich ist es dem Wahlkampf geschuldet, aber die Stadt muss aufpassen, dass sie ihr Gesicht nicht verliert. Es geht um das größte Volksfest der Welt – vielleicht sollte künftig mal generell über 'Erbhöfe' nachgedacht werden?"

 

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