Nach Wiesn-Aus: Warum Wiggerl Hagn von der Stadt enttäuscht ist

Nach Ärger wegen Abrechnungsfehlern bei der Umsatzpacht hat sich Wiggerl Hagn nicht mehr für das Oktoberfest beworben. Tochter Stephanie Spendler soll nun das Löwenbräu-Festzelt weiterführen, doch die Entscheidung der Stadt steht noch aus. Jetzt hat sich Hagn zur aktuellen Situation geäußert.
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War bisher Wirt des Löwenbräu-Zelts: Wiggerl Hagn.
imago/Lindenthaler War bisher Wirt des Löwenbräu-Zelts: Wiggerl Hagn.

München - Anfang Januar berichtete die AZ exklusiv, dass sich Wiggerl Hagn (79), bislang Wirt des Löwenbräu-Zelts, nicht mehr für die Wiesn bewerben wird. Auslöser waren Abrechnungsfehler bei der Umsatzpacht – Hagn soll sich um satte 2,2 Millionen Euro verrechnet haben.

Nach 63 Jahren: Wiesn-Aus für Hagn

"Ja, es stimmt", bestätigte Hagn damals der AZ. "Ich habe mich für dieses Jahr gar nicht beworben. Am Tag vor Heiligabend habe ich das dem Brauerei-Vorstand mitgeteilt. Und zwar nicht, weil ich Schuldgefühle habe, sondern weil ich nicht will, dass die Stadtverwaltung entscheiden muss, ob ich gehen muss oder bleiben darf. Und auch, um Schaden von der Wiesn zu nehmen." Nach 63 Jahren Oktoberfest ist für Hagn jetzt also erstmal Schluss. Übernehmen soll das Löwenbräu-Zelt Hagns Tochter Stephanie Spendler.

In der "Bild" hat Hagn nun über die aktuelle Situation gesprochen – der einstige Wiesn-Wirt ist unglücklich: "5.000 Wirte glauben jetzt, dass sie das Löwenbräu-Zelt führen können. Das lässt mich nicht kalt. Das tut weh." Besonders enttäuscht ist er von der Stadt, die sich ihm zufolge seit dem Aufkommen des Abrechnungsfehlers nicht mehr bei ihm gemeldet hat. "Das hätte ich mir nach über 60 Jahren schon gewünscht."

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