Löwen-Coach dennoch zufrieden TSV 1860: Michael Köllner hadert mit "widrigsten Wetterbedingungen"

Michael Köllner erklärte den Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit mit den schwierigen Platzverhältnissen. Foto: imago images / Jacob Schröter

Trotz einer erneut sehr starken Leistung und zahlreicher Chancen kommt der TSV 1860 beim 1. FC Kaiserslautern nicht über ein Remis hinaus. Vor allem im zweiten Durchgang zollten die Löwen den Witterungsbedingungen Tribut, meint ein trotz allem zufriedener Michael Köllner.

 

München/Kaiserslautern - Sechzig hat das Verlieren verlernt. Die letzte Niederlage datiert vom 26. Oktober, in den 16 Partien seitdem sind die Löwen ungeschlagen. Auch beim 1. FC Kaiserslautern zeigte das Team von Michael Köllner eine ansehnliche Partie und erarbeitete sich vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen.

Dass es am Ende nicht zu mehr als einem hochverdienten 1:1 reichte, hatte für Köllner auch mit den immer schwieriger werdenden Platzverhältnissen zu tun. Der 50-Jährige sprach im Anschluss von einer "chancen- und temporeichen Partie in der ersten Halbzeit, trotz widrigster Wetterbedingungen." Und weiter: "Wir haben dominant gespielt und unsere Serie ausgebaut. Schade, dass wir unsere Leistung nicht mit dem zweiten Tor krönen konnten."

Lex: "Waren klar die bessere Mannschaft"

Auch Stefan Lex, der in der 31. Minute nach toller Vorarbeit von Sascha Mölders für den Ausgleich sorgte, sah die Löwen deutlich im Vorteil. "In meinen Augen waren wir klar die bessere Mannschaft. Wir hatten die eine oder andere Chance, um das zweite Tor zu machen", so das Fazit des 30-Jährigen: "Leider ist uns das nicht gelungen, trotzdem überwiegt das Positive."

Gemeint ist freilich die positive Entwicklung in den vergangenen Monaten, selbst die zwölfwöchige Corona-Pause brachte die Löwen augenscheinlich nicht aus dem Tritt. Neun Spieltage vor Schluss liegt Sechzig - aktuell Tabellensechster - lediglich zwei Zähler hinter Tabellenführer Duisburg. Der Rückstand auf Relegationsplatz drei, den aktuell die SpVgg Unterhaching belegt, beträgt nur einen Punkt.

Stefan Lex: "Abgerechnet wird am Schluss"

Angesichts der überzeugenden Leistungen in den vergangenen Monaten blickt Lex daher zuversichtlich auf den Mammut-Saisonendsput mit neun Spielen in  viereinhalb Wochen. "Wenn wir so weiterspielen, werden wir noch lange oben dabei sein", prognostiziert der Erdinger und meint vielsagend: "Ich zahle gerne drei Euro ins Phrasenschwein, aber abgerechnet wird zum Schluss."

 

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