Lindwurmstüberl Das Hendl auf dem Dach

Michaela Tabertshofer und Hans Stadtmüller servieren weiterhin Hendl und Haxn – Steckerlfisch gibt’s (erstmal) nicht. Foto: Sigi Müller

Das Lindwurmstüberl hat wieder eröffnet – mit der Gastrofamilie der „Fischer-Vroni“, die das Lokal neu belebt

 

Sechs Wochen war das Lindwurmstüberl zu, hat eine Schulferien-Länge Pause gemacht. Und auf den ersten Blick wirkt es unverändert, seit es seine neuen Pächter, Michaela Tabertshofer und Hans Stadtmüller, wieder zum Leben erweckt haben.

Äußerlich hat sich der charakteristische Flachbau, den jeder Münchner kennt, nicht verändert. Vor allem am Herzen, an der Küche, war einige Arbeit nötig, ein paar neue Tische gibt’s und der Service hat jetzt kürzere Wege auf die Dachterrasse: „Die wollen wir bewirten, so oft es geht“, sagt Tabertshofer, „Wenn’s nur leicht nieselt, kann man unter den Schirmen trotzdem sitzen.“

Gerichte von der ganzen Speisekarte werden hier serviert, früher war das nicht so. Wohl auch ein Grund, warum sich der frühere Wirt mit der Augustiner Brauerei überworfen hat, wie es heißt, auch war das Lindwurmstüberl an Sonn- und Feiertagen nicht geöffnet. Wirklich darüber reden, warum die Pächterfamilie nach 38 Jahren aufhört, mag niemand – Fakt ist: Die Augustiner Brauerei hat das Kleinod der Familie Stadtmüller von der „Fischer-Vroni“ angeboten.

Und zufällig waren Hans Stadtmüller, der 20-jährige Sohn von Wiesnwirt Johann Stadtmüller und gelernter Koch, und dessen Tante Michaela Tabertshofer, gelernte Hotelfachfrau und zuletzt im „Jagdschlössl“ stationiert, auf der Suche nach einem gemeinsamen Lokal.

Es ist Mariä Himmelfahrt, die Luft ist lau, die Dachterrasse voll, Schweinshaxn und Hendl bringt der Service nach oben, die „Isarrider“ bringen der Wiedereröffnung ein Ständchen. An Sonn- und Feiertagen Live-Musik, das wollen die neuen Wirte jetzt öfter machen, auf der Karte soll’s dann was Besonderes zu essen geben. „Ente vom Hendlgrill und Kaiserschmarrn zum Beispiel“, sagt Stadtmüller.

Die Karte ist bayerisch geblieben, den Straßenverkauf gibt’s weiterhin. Dort soll es bald alle Gerichte zum Mitnehmen geben, von Leberkas bis Kasspatzn. Der Renner sind, natürlich, die Hendl, mit Pommes oder Kartoffelsalat für 8,90 Euro.

Und der Steckerlfisch, für den die Familie Stadtmüller berühmt ist? „Da müssen wir erst mal schauen, ob wir den hier überhaupt grillen dürfen“, sagt Michaela Tabertshofer. „Wenn, dann erst nächstes Jahr.“ 


Lindwurmstraße 32, täglich 10 bis 24 Uhr, Tel.: 53 88 65 31, www.lindwurmstueberl-muenchen.de

 

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