Künftiger Torwart des FC Bayern Schalke-Keeper Nübel steht vor seiner größten Prüfung

Nach seiner Rot-Sperre und Bekanntgabe des Wechsels zu Bayern kehrt er ins Schalke-Tor zurück: Alexander Nübel. Foto: Tim Rehbein/dpa

Der künftige Keeper des FC Bayern steht nach seiner Rot-Sperre wieder im Tor von Schalke 04. Wie wird der Empfang der Fans ausfallen? Trainer Wagner: "Die Torwart-Diskussion war nie meine."

 

München - An diesem Freitag wird sich Alexander Nübel schon einmal sehr ähnlich fühlen wie Manuel Neuer. Dem künftigen Torhüter des FC Bayern droht beim Gastspiel seines FC Schalke 04 bei Hertha BSC (20.30 Uhr) ein Spießrutenlauf.

Es ist die erste Partie für Nübel im Kasten nach Bekanntgabe seines Wechsels zu den Bayern im kommenden Sommer. Und die Schalker Fanseele kocht, noch immer.

Nicht ganz so schlimm zwar wie bei Neuers Transfer nach München im Jahr 2011. Aus dem Gästeblock sollte Nübel allerdings keine netten Botschaften erwarten. Dafür jedoch den Platz in der Startelf.

Schubert oder Nübel - wer ist Schalkes Nummer eins? 

"Die Torwart-Diskussion war eine öffentliche Diskussion, nie meine", sagte Schalke-Trainer David Wagner vor Nübels großer Prüfung. "Das war ja fast so, als müsste ich mich mit zwischen einem Einarmigen und einem mit Glasauge entscheiden. Wir haben zwei richtig gute Torhüter, das ist doch kein Problem. Ich respektiere den öffentlichen Umgang damit, aber ich persönlich konnte damit ganz, ganz wenig anfangen."

Der Coach spielte die über Wochen andauernden Diskussionen herunter, weil er es konnte. Er wusste natürlich, dass ihm die Patellasehnen-Verletzung, die Markus Schubert in Berlin zum Zuschauen zwingt, in gewisser Weise in die Karten spielt. Er musste keine endgültige Entscheidung treffen.

Was geschieht, wenn Schubert zurückkehrt, wurde zumindest nicht zu hundert Prozent klar. Auf die Frage, ob seine verwendete Bezeichnung "Nummer eins" für Nübel und "Nummer zwei" für Schubert "bis auf Weiteres" gelte, antwortete Wagner: "Bis auf Weiteres war ein guter Zusatz."

Neu-Bayer Nübel kein Schalke-Kapitän mehr 

Gleichzeitig behauptete der Trainer, dass er kaum einen Gedanken an die Torhüter-Diskussion "verschwendet" habe. Während Nübels Sperre war dessen Wechsel zu Bayern bekanntgeworden. Dies hatte im Umfeld und bei den Anhängern für viel Aufregung gesorgt, Wagner entzog dem aufstrebenden Talent die Kapitänsbinde und vertraute auf Schubert.

Der 21-Jährige hatte Nübel in allen seiner vier Spiele andauernden Sperre im Tor vertreten, dabei aber auch Schwächen gezeigt. Beim 0:5 in München patzte er bei zwei Gegentoren. Schon zu diesem Zeitpunkt plagte sich Schubert mit den Problemen an der Patellasehne, derzeit wird die Verletzung mit Spritzen behandelt.

"Es war notwendig, ihn zum richtigen Zeitpunkt aus dem Training zu nehmen. Das war in den vergangenen Wochen nicht möglich", erklärte Wagner. Laut dem Coach bestünde die Gefahr, dass sich Schuberts Verletzung im Falle einer weiteren Belastung zu einer chronischen Blessur entwickeln könnte.

So krempelt Hertha BSC seinen Kader um

Bei Hertha BSC geht es sportlich unter Trainer Jürgen Klinsmann nach dem 2:1 beim VfL Wolfsburg weiter aufwärts, dafür herrscht kurz vor Ende der Transferperiode reichlich Unruhe.

Gleich mehrere Ex-Stammspieler wie Niklas Stark und Arne Maier beklagten sich öffentlich über ihre Rolle und klopften bei Geschäftsführer Michael Preetz wegen eines Winterwechsels an. Zumindest dem Duo verwehrte der Hauptstadtklub dies, dagegen dürfen Salomon Kalou und Davie Selke beim großen Kaderumbau den Verein verlassen.

Angesichts der 224-Millionen-Euro-Investition von Lars Windhorst dringt Hertha in bislang ungekannte Dimensionen vor. Neben Krzysztof Piatek wurden auch Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart und Lucas Tousart von Olympique Lyon geholt. Der Franzose ist zunächst für ein halbes Jahr an seinen bisherigen Klub ausgeliehen.

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