Kommunalwahl 2020 Grüne in neuer Umfrage auf Rekordhoch - Dämpfer für Söders CSU

Mit ihm als Ministerpräsidenten sind 67 Prozent der Bayern zufrieden: Markus Söder. Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa

Zu Beginn des Kommunalwahljahres sind die Grünen in einer neuen Umfrage auf ein Rekordhoch gestiegen. Die CSU von Ministerpräsident Markus Söder muss dagegen einen Dämpfer hinnehmen.

 

München - Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, könnten die Grünen mit 25 Prozent der Stimmen rechnen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten "Bayerntrend" des Bayerischen Rundfunks hervorgeht. Das sind vier Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und gut sieben Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2018.

Die CSU kommt in der neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers" dagegen nur auf 36 Prozent. Sie liegt damit noch unter ihrem Landtagswahl-Ergebnis von 37,2 Prozent.

AfD und Freie Wähler auf drittem Platz

Die Freien Wähler, die seit der Wahl zusammen mit der CSU regieren, liegen in der Umfrage mit zehn Prozent gleichauf mit der AfD auf dem dritten Platz. Bei der Landtagswahl hatten die Freien Wähler noch 11,6 und die AfD 10,2 Prozent erreicht. Die SPD fällt weiter auf nur noch sieben Prozent. Die FDP wäre mit aktuell vier Prozent nicht mehr im Landtag vertreten. Die nächste Landtagswahl ist aber erst 2023.

Mit der Arbeit der schwarz-orangen Koalition in Bayern sind der Umfrage zufolge 61 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden. 53 Prozent stellen der CSU ein gutes Zeugnis für ihre Regierungsarbeit aus, ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr, 43 Prozent dem kleineren Koalitionspartner Freie Wähler, die ein leichtes Minus hinnehmen müssen.

Zwei Drittel mit Söder zufrieden

Und während die CSU nicht über 36 Prozent hinauskommt, kann sich der Ministerpräsident über wachsenden Zuspruch freuen: Nach 55 Prozent im Vorjahr stellten Markus Söder im neuen "Bayerntrend" nunmehr 67 Prozent der Befragten ein positives Zeugnis aus.

Für die Umfrage hatte Infratest dimap im Zeitraum vom 8. bis 13. Januar 1.004 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt.

 
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