Klinik-Streit geht weiter CSU: Ude hätte bei Kliniken früher eingreifen müssen

Das städtische Klinikum Bogenhausen - eines von fünf Krankenhäusern, die zum Stadtklinikum gehören. Elizabeth Harrison (l.), Geschäftsführerin des Städtischen Klinikums München ist unter Aufsicht, denn OB Ude nimmt die Leiter der Kliniken an die kurze Leine. Foto: az/dpa

Kritik auch von der FDP: "Blinder Aktionismus, um doch noch irgendwie über den Kommunalwahltermin zu kommen."

 

München - Nachdem das Finanz-Dilemma um die fünf städtischen Krankenhäuser existenzbedrohend ist, hat OB Christian Ude (SPD) eingegriffen und einen Lenkungskreis eingesetzt. Damit entmachtet er die Klinikgeschäftsführer (AZ berichtete).

Die CSU sieht sich deshalb in ihrer jahrelangen Kritik bestätigt: Sie fordert schon lange, das Ude selbst das Ruder übernehmen und den „überforderten“ Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) als Aufsichtsratschef ablösen müsse.

Die CSU habe auch das bisherige Sanierungskonzept „völlig unzureichend“ kritisiert, so der OB-Kandidat Josef Schmid. Ude trage dafür die politische Verantwortung – das hat er jetzt kurz vor der Stadtratswahl im März auch gemerkt.

Die SPD geißelt die Arbeit der Klinik-Geschäftsführer: „Der Geschäftsführung ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, durch ein seriöses und glaubwürdiges Sanierungs- und Strukturkonzept, die Städtischen Kliniken zukunftsfest zu machen. Im Gegenteil: Sie trägt durch ständig neue Schreckensmeldungen und Forderungen zur Verunsicherung der Bevölkerung und des Personals bei.“

Der FDP-OB-Kandidat Michael Mattar fragt: „Was kann aber jetzt ein Lenkungskreis bringen, in dem kein zusätzlicher Sachverstand vorhanden ist?“ Das sei „mehr blinder Aktionismus, um doch noch irgendwie über den Kommunalwahltermin zu kommen.“

 

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