Keine Vertrauensbasis Jamaika-Aus! FDP bricht Sondierungsgespräche ab

, aktualisiert am 20.11.2017 - 00:52 Uhr

Nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich Union, FDP und Grüne nicht einigen: Am späten Sonntagabend brach die FDP die Sondierungsgespräche ab - das Ende von Jamaika.

 

Berlin - Am späten Sonntagabend, um kurz vor Mitternacht, stand es fest: Es wird kein Jamaika-Bündnis geben! Die FDP brach die Sondierungsgespräche ab, die Verhandlungen waren nach Darstellung der Liberalen gescheitert.

FDP-Parteichef Christian Lindner begründete den Abbruch der Gespräche damit, dass auch nach wochenlangen Verhandlungen keine Vertrauensbasis hergestellt werden konnte. Zudem haben gemeinsame Ideen für eine Modernisierung des Landes gefehlt. "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren", so Lindner. "Nach Wochen liegt heute Papier mit zahllosen Widersprüchen, offenen Fragen und Zielkonflikten vor", sagte Lindner weiter.

Schon zuvor teilte FDP-Fraktionssprecher Nils Droste in Berlin mit, dass sich die Liberalen aus den Gesprächen zurückgezogen haben.

Kritik an der Entscheidung der FDP folgte prompt - Grünen-Politiker Reinhard Bütikofer attackierte Lindner in einem Tweet.

Auch CDU-Politikerin Julia Klöckner äußerte sich kurz nach dem Jamaika-Aus via Twitter zu den fehlgeschlagenen Verhandlungen. Dabei bescheinigt sie der FDP "gut vorbereitete Spontanität". "Anständig wäre es gewesen, wenn alle Parteivorsitzenden gemeinsam den Abbruch hätten verkünden können", schrieb Klöckner.

SPD lehnt GroKo ab

Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung ist völlig offen, wie eine Regierungsbildung weiter verlaufen könnte. Die SPD hatte in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass sie nicht für die Bildung einer neuen großen Koalition zur Verfügung stehe. Eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen wären andere Alternativen.

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