Nach Hoeneß-Lob Ulreich: Müller nennt mich nur noch "Mann des Jahres"

, aktualisiert am 26.01.2018 - 12:01 Uhr
Sven Ulreich: "Ich kann nur sagen, dass ich mich in den letzten Jahren in München weiterentwickelt habe, auch wenn ich oft auf der Ersatzbank saß." Foto: firo/Augenklick

Zwei Mal in Folge haben ihn die Bayern-Fans zum "Spieler des Monats" gekürt, für Klubpräsident Uli Hoeneß ist er der "Mann des Jahres". Sven Ulreich bleibt allerdings auf dem Boden – und hat für die Zeit der WM Urlaub gebucht.

 

München - Bayern-Keeper Sven Ulreich hätte Verständnis dafür, wenn er angesichts der starken Konkurrenz nicht mit zur Weltmeisterschaft nach Russland fahren würde. "Ich bin auch Realist. Torhüter wie Ralf Fährmann oder Bernd Leno spielen seit Jahren im internationalen Geschäft. Da wäre es ein Stück unfair, wenn jemand wie ich mit zur WM fahren würde, der erst seit ein paar Monaten wieder voll dabei ist und gerade erst ein paar Spiele gemacht hat", sagte der 29-Jährige in einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Auf der Vereinshomepage fcbayern.com sagt er lachend: "Ich habe schon Urlaub gebucht für den Somme" Und: Bei einer Rückkehr des derzeit verletzten Manuel Neuer würde sich Ulreich freiwillig wieder auf die Bank setzen. "Manu wird in den nächsten Wochen zurückkommen, ich werde wieder auf die Bank rutschen. Deswegen mache ich mir da überhaupt keine Gedanken", so der 29-Jährige.

Ulreich: Premier League "ein kleiner Traum"

Seine Zukunft beim aktuellen Bundesliga-Tabellenführer aus München lässt er offen. "Wir haben vereinbart, dass wir uns im Frühjahr zusammensetzen, um über meine Zukunft zu sprechen." Ein Wechsel in die englische Premier League wäre für den früheren Stuttgarter durchaus eine Option. "Das hatte ich immer mal im Hinterkopf, es war sozusagen ein kleiner Traum", sagte Ulreich. "Aber dann müsste alles passen."

Zwei Mal hintereinander hatten ihn die Fans des FC Bayern zuletzt zum "Spieler des Monats" gewählt ("eine schöne Anerkennung für mich"), Vereinspräsident Uli Hoeneß bezeichnet ihn als "Mann des Jahres".

Ulreich weiß das Lob zu schätzen, bleibt aber Realist: "Wenn ein Mann wie Uli Hoeneß das sagt, ist das eine große Ehre. Aber wir haben als gesamte Mannschaft ein klasse Jahr gespielt. In dem einen oder anderen Spiel konnte ich der Mannschaft helfen, aber die Mannschaft hat auch mir oft geholfen."

Und Ulreich gibt zu, dass Hoeneß' Worte für viele Mitspieler "ein gefundenes Fressen" waren: "Von Thomas Müller zum Beispiel werde ich nur noch mit 'Mann des Jahres' angesprochen. Aber ich weiß ja, wie Thomas das meint."

 

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