Job beim Rekordmeister möglich Rückkehr von Bastian Schweinsteiger? Welche Rolle er beim FC Bayern einnehmen könnte

Bastian Schweinsteiger hat seine Profikarriere vor wenigen Tagen beendet. Foto: Jens Kalaene/dpa

Bastian Schweinsteiger hat seine Karriere als aktiver Profifußballer beendet. Kehrt er nun zum FC Bayern, seinem Herzensverein, zurück? Der 35-Jährige könnte in München mehrere Rollen einnehmen. Die AZ stellt einige Möglichkeiten vor.

 

München - Bastian Schweinsteiger wird auch nach seiner beendeten Karriere im Fußballgeschäft tätig sein. "Dem Fußball werde ich treu bleiben", schreibt der 35-Jährige in seinem Beitrag, in dem er seinen Fans das Karriereende verkündet.

Doch nun stellt sich die Frage: Was kommt jetzt, nach seiner Laufbahn als Spieler? Wo geht die Reise hin? Noch hat sich Schweinsteiger nicht geäußert. Der Triple-Sieger von 2013 und Weltmeister von 2014 hat viele Möglichkeiten.

Zum Beispiel beim FC Bayern, wo er 13 Jahre lang als Profi tätig war. "Basti hat alles gewonnen, was es im Weltfußball zu gewinnen gibt. Außerdem ist er ein super Bursche, die Türen beim FC Bayern stehen ihm immer offen", sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Rummenigge wünscht sich Schweinsteiger-Rückkehr

Im März 2019 hatte Rummenigge bereits im AZ-Interview den Wunsch einer Bayern-Rückkehr von Schweinsteiger bekräftigt. Das Verhältnis zwischen beiden ist noch immer sehr gut. "Ich habe zu Basti relativ viel Kontakt, wir texten regelmäßig und telefonieren auch mal", so Rummenigge. "Aber ich weiß nicht, was er vorhat. (...) Ich habe ihm gesagt, er soll sich mal gedanklich damit auseinandersetzen, ob das eine reizvolle Option für ihn ist."

Beim FC könnte Schweinsteiger jedenfalls einige Rollen einnehmen. Zum Beispiel als Trainer in der Nachwuchsabteilung, in diesem Fall würde er es seinen ehemaligen Mitspielern Miroslav Klose und Martin Demichelis gleichtun, die die U17, bzw. die U19 der Bayern trainieren.

Ein alter Trainer-Hase hält das aber für keine gute Idee: Jupp Heynckes rät seinem früheren Schützling von einem Engagement als Coach ab. "Trainer, da würde ich ihm nicht zu raten in der heutigen Zeit. So wie ich ihn kenne, wird er das auch nicht machen", so der 74-Jährige im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Dabei wäre er ein perfekter Trainer. Er weiß so viel über Fußball, hat so vieles schon erlebt", sagte Heynckes.

Im Management mit Oliver Kahn?

Auch eine Position im Management wäre vorstellbar – zumindest Heynckes würde Schweinsteiger das zutrauen. "Er ist zu einer großen Persönlichkeit gereift. Er ist mehrsprachig, da kann ich mir vorstellen, dass es im Management funktionieren kann." Einen Unterstützer hätte er dabei vor allem in Oliver Kahn, der im kommenden Jahr in den Bayern-Vorstand eintritt und 2021 den Rummenigge-Posten als Vorstands-Boss übernehmen wird. Kahn und Schweinsteiger schätzen sich, beide standen unzählige Male gemeinsam auf dem Platz. Kahn war für den jungen Schweinsteiger da, als dieser 2002 sein Debüt für die Profis feierte.

Ebenfalls vorstellbar: Schweinsteiger steigt als Markenbotschafter beim FC Bayern ein. Ähnlich wie Ex-Spieler Giovane Elber, der als Brasilianer den Rekordmeister vor allem im südamerikanischen Raum repräsentieren soll, würde sich Schweinsteiger vor allem für den nordamerikanischen Raum eignen. Schweinsteiger ist durch seine Zeit bei Chicago Fire (2017-2019) zu einer Marke in den USA geworden, der 35-Jährige zierte Titelseiten von Magazinen, Werbedeals mit Schweinsteiger wurden großflächig an Hochhäusern angebracht.

Schweinsteiger ist auch beim DFB willkommen

Doch nicht nur beim FC Bayern könnte Schweinsteiger eine Zukunft als Fußball-Funktionär haben. Als Weltmeister ist er natürlich auch in der deutschen Nationalmannschaft gefragt. Auch hier. "Jeder ehemalige Nationalspieler, der Trainer werden will, ist bei uns immer willkommen", verkündete Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag wenige Stunden vor Schweinsteigers Rücktrittserklärung. "Er war ein großer Spieler und eine große Persönlichkeit. Für ihn haben wir immer einen Platz." Ähnlich hat es auch Klose gemacht, der nach seinem Karriereende bei Löw hospitierte.

Nach dem 2:2 der DFB-Elf gegen Argentinien hat Löw Schweinsteiger erneut angeboten, "bei uns reinzugucken". Zwar kenne er seine Pläne nicht, "aber wenn er den Wunsch hat, kann er das natürlich gerne machen".

Schweinsteiger selbst hält noch sehr bedeckt, was konkrete Zukunftspläne angeht. Klar ist nur: Nach seiner Bilderbuch-Laufbahn hat er viele Optionen. "Die Menschen mögen ihn, die Menschen achten ihn. Er hat mittlerweile in Deutschland einen Stellenwert wie Uwe Seeler", betonte Heynckes. "Um Bastian Schweinsteigers Zukunft braucht man sich keine Sorgen machen."

Lesen Sie auch: Diese sieben Erlebnisse machten Schweinsteiger zum Fußballgott

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading