Ideen der AZ-Leser Abfall-Plage an der Isar: „Wer müllt, muss zahlen“

Kein schönes Stilleben: So wie hier am Flaucher sieht es jetzt im Sommer an vielen Stellen an der Isar aus. Foto: Sigi Müller

OB Dieter Reiter bittet um Vorschläge gegen die Abfall-Plage an der Isar – die AZ-Leser haben sogar sehr viele.

 

Mehr Kontrollen

Anstelle des riesigen Aufwands, Falschparker Tag und Nacht aufzuschreiben, sollte man zumindest an schönen Wochenenden und in den Ferienzeiten Personal abziehen, um die schönen Isarauen zu bewachen. Es ist in der Tat unerträglich, was sich diese Vollidioten dort leisten und systematisch zerstören. Dabei gäbe es doch etwa die berittene Polizei, die ich nur ganz selten an der Isar sehe.

Ich bin absolut gegen diese Gier nach Überwachung, aber in diesem Fall sollte man diese Gruppen fotografieren und deren Pässe registrieren. Somit könnte man einigermaßen kontrollieren, wer die Übeltäter sind. Und dann hart bestrafen, etwa mit Arbeitsstunden, um die Isar aufzuräumen. Es geht leider nicht mehr anders. Klaus Dreher

Saftige Strafen

Hier meine Ratschläge:

1. Es braucht große Verbotstafeln mit Piktogrammen, wie es sie etwa in den Lechauen gibt.

2. Zudem muss vor Ort auf eine saftige Strafe von 500 bis 1000 Euro verwiesen werden.

3. Die Polizei soll vermehrt Zivilkontrollen durchführen.

4. Zuwiderhandlungen sollen per Video oder Foto dokumentiert werden.

5. Beim Verstoß muss direkt eingegriffen werden: Personalien feststellen, Strafe kassieren, andernfalls U-Haft.

6. Die Zeitungen müssen über die Eingriffe und die verhängten Strafen berichten.

7. Die Täter müssen zusätzlich zur Strafe zum Reinigungsdienst unter Aufsicht herangezogen werden.

Harald Daeschler

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Grillen einschränken

Wenn der OB Dieter Reiter sagt, man müsse an die Vernunft der Menschen appellieren, die die Isarauen vermüllen, dann ist das sinnlos. Es gibt allzu viele unvernünftige und unverbesserliche Menschen, die es auf Chaos und Zerstörung anlegen. Nur drastische Strafen könnten hier vielleicht Besserung bringen. Einfach nicht mehr aufräumen? Dann vergrault man auch die anständigen Erholungssuchenden. Eine Möglichkeit wäre, das Grillen und ausufernde Feiern an der Isar zu verbieten.

Dann könnte man bei Zuwiderhandlungen diese Unholde direkt fassen. Andernfalls treffen die Aufseher nur auf den zurückgelassenen Unrat, die Saubären aber sind dann schon weg. Immerhin richten die Verursacher großen Schaden an und verärgern sehr viele anständige Besucher.

Eine weitere Möglichkeit wäre, den Grillern einen bestimmten, gut übersichtlichen Bereich zuzuweisen, den Aufseher gut im Blick haben und kontrollieren können. So wäre dann auch die Möglichkeit gegeben, Verunreiniger festzustellen, ehe sie verschwinden. Anständige Bürger hätten dann einen Bereich, wo sie ohne Rauch, Gestank, Geschrei, Gejohle und Unrat verweilen könnten. Sehr wichtig wäre, endlich einmal saftige Strafen zu verhängen. Günter Milke

Sozialdienst

Liebe Redaktion, ich habe mir einige Gedanken zum Flaucher gemacht:

1. Schilder aufstellen,

2. Menschen, die auf das Problem hinweisen und auf Sauberkeit achten,

3. Geldstrafen,

4. Sozialdienstpflicht für Schmutzer,

5. Aufräum-Projekt starten,

6. Kameras aufstellen und

7. Sperren, Eintritt, sowie einen großen Zaun darum, um Verschmutzer auszuschließen.

Dies sind meine Ideen. Euer Paul, 10 Jahre

Eine Cleanitiative

Wie wär’s denn mit einer Cleanitiative der Stadt München und der Abendzeitung? Unter dem Motto: Bayern glänzt. München leuchtet. Und zwar nicht mit belehrenden oder gängelnden Verbots-, sondern eher mit augenzwinkernden Schmunzelhinweisen an den kritischen Stellen? Ein Beispiel dazu: Auf der grünen Isar schwimmt ein Krokodil.

Es möcht sich gerne sonnen, wie zuhaus am Nil.

Doch wenns so schmutzig ist, von nachts um eins,

dann weints.

Also schauts, dassts schee sauber machts.

Dann lachts.

Bayern glänzt.

München leuchet.

Eine Cleanitiative der Stadt München und der Abendzeitung

Und vielleicht noch ein internationaler Hinweis für alle Nichtbayern:

Keep your area clean. Tenere la zona pulita.

Garde votre zone propre.

Temiz bölgeyi tutun.

Mantenga el área limpia.

Rama dama.

Bayern glänzt.

München leuchtet.

Eine Cleanitiative der Stadt München und der Abendzeitung. Saubere Grüße, Manfred Fischer

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Abschrecken

Meine Ratschläge zur Änderung der Situation an der Isar:

1. Man könnte Tafeln, etwa mit den von der AZ gezeigten Bildern von herumlaufenden Ratten aufstellen und schreiben: „Wenn ihr euren Abfall nicht entsorgt, gehört der Strand bald den Ratten.“

2. Man könnte mehr Gitterboxen aufstellen oder

3. Tafeln mit dem Text: „Sieht es bei Ihnen zu Hause auch so aus?“

4. Oder man setzt eine Überwachung ein, die Gebühren kassiert.

Vielleicht kann unser Oberbürgermeister mit einem der Vorschläge etwas anfangen. Das schöne Wetter wird noch einige Zeit andauern, das Problem ist noch länger aktuell, und es kann ja auch in künftigen Jahren helfen. Umerziehen kann man die Menschen nicht, aber vielleicht abschrecken oder mobilisieren. Hilde Liedke

Glasflaschen verbieten

Meiner Meinung nach sollte

1. die Verwendung sämtlicher Glasflaschen an der Isar verboten werden. Die Flaschen und Scherben liegen nämlich nicht nur am Ufer, sondern auch – durch die Strömung verteilt – in der ganzen Isar. Eventuell würde dann auch wegen des höheren Flaschenpfandes der PET-Flaschen der Müll reduziert werden.

2. Die Stadt sollte in feste, saubere sanitäre Anlagen investieren. Die Stadt hat zwar vermehrt Klohäusl aufgestellt, die aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht genutzt werden. Sie sollten mal ein Dixi-Klo an der Isar benutzen, dann wissen Sie, wovon ich rede.

3. Die Müllgitterboxen sollten durch geschlossene Müllcontainer ersetzt werden. Denn bei sommerlichen Temperaturen ist es aufgrund der Geruchsbelästigung und der zahlreichen Wespen nicht besonders angenehm, sich in der Nähe solcher Boxen aufzuhalten. Für Kleinkinder kann es hier sogar gefährlich werden.

4. Die Kontrollen sollten verschärft und deutlich höhere Geldstrafen ausgesprochen werden. Außerdem ist das von Ihnen angesprochene „Saubärenproblem“ nicht nur an der Isar, sondern auch im Westpark oder im Hirschgarten aktuell.

P. Reber

Sperrstunde

Mein Vorschlag zur Eindämmung der Saufgelage-Auswirkungen: Das Feiern an der Isar ab 22 Uhr strikt verbieten. Das wäre zwar sehr schade, aber leider für mich die einzige Möglichkeit. Außerdem könnten mehr Aufpasser vor Ort finanziert werden, die mit drastischeren Strafen gegen Randalierer, die zum Beispiel mutwillig Glas zerbrechen, vorgehen. Thomas Steiner

Naturpark ausweisen

1. Pfand für alle Flaschen auf einen Euro erhöhen.

2. Die Isarauen als Naturpark ausweisen, mit einem Zaun umringen und zwei Euro Eintritt verlangen.

3. Zeitbegrenzter Eintritt. Und am Wochenende darf nicht nach ein Uhr morgens gefeiert werden.

4. Wer seinen Müll falsch deponiert, soll eine Strafe von 60 Euro zahlen. Padraic McGrath

Länger hinschauen

Leider geht die Stadtverwaltung in mancher Beziehung mit schlechtem Beispiel voran. Dass es viel zu wenig Abfallkörbe und andere Abfallbehälter gibt, ist allgemein bekannt, nur der Verwaltung nicht. Sie schafft es auch nicht, ausreichend schmerzhafte Ordnungsstrafen zu verhängen. Stattdessen wird behauptet, dies sei nicht möglich. Beispiele andernorts werden ignoriert. Dass an der Isar die Nacht für die städtischen Bediensteten um 22 Uhr endet, ist ein Symptom des Unwillens der Stadtverwaltung.

Der Vorschlag des OB geht genau in diese Richtung: Dann lassen wir den Dreck liegen, wir gehen mit schlechtem Beispiel voran. Das wird die Saubären, die das für cool halten, bestätigen. Der Saustall wird überall noch größer werden, und viele Menschen werden es gar nicht mehr merken. Die Millionen für die Renaturierung der Isar hätte man sich dann sparen können. Lothar Oldehoff

Kurse an den Schulen

Ein paar Mal habe ich versucht, Schüler – gerade in einer Wegwerfaktion – auf nette Art zu bitten, dies doch nicht zu tun: Da wurde ich aufs Übelste beschimpft – oder eben einfach kopfschüttelnd ignoriert. Vielleicht könnte unser OB Reiter erst mal bei den Schulen anfangen, denn da ist ja die Generation unserer Zukunft. Dort könnte man Umweltkurse und Aufräumaktionen, wenn es denn sein muss gar mit „Fleißbild und Ehrung“, einführen und nachhaltig etablieren. Susanne Schumann

Saisonales Verbot

Was aktuell an der Isar passiert, ist eine richtige Schweinerei, die es damals nie gegeben hätte (bis auf einige wenige Umweltverschmutzer). Mein Vorschlag wäre, eine ganze Saison das Grillen und auch Glasflaschen im Bereich der Isar zu verbieten – und das auch zu überwachen. Das trifft zwar dann auch die „Anständigen“, aber vielleicht kommen die Saubären, die das jetzige Chaos verursachen, dann zur Besinnung. Man soll die Hoffnung, dass es mal wieder besser wird, ja nicht aufgeben. Bei den Bildern der überlaufenden Müll-Container frage ich mich, ob es zu wenige davon gibt oder sie nicht oft genug geleert werden. Klaus Herbolzheimer

Mehr Mülleimer

Erstens sollte die Stadt einmal genügend Gitterboxen aufstellen, damit der Abfall nicht neben den zu kleinen beziehungsweise viel zu wenigen Gitterboxen liegenbleibt. Und zweitens würde ein Blick über die Grenzen klar zeigen, dass so ein Thema durchaus lösbar ist. Etwa wie in Bangkok: Wer was liegenlässt oder wegwirft und dabei gesehen wird, bezahlt einfach vor Ort 50 Euro. Oder er bekommt eine Anzeige. Von diesen Einnahmen lässt sich das zusätzliche Personal auch ganz gut bezahlen. Wie heißt es denn so treffend: „Wer nicht hören will, muss zahlen…“ Ernst von Khuon

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Gebühren für Müll

Was nix kostet, ist nix. Vielleicht hilft es, Müllgebühren von Strandnutzern, Grillern und Partyvolk zu verlangen. Die neuralgischen Zonen sind bekannt. Ich muss ja zu Hause auch für meinen Müll bezahlen. Und ein zusätzlicher Sack kostet sieben Euro. Warum also kann einfach alles sorglos in der für alle Menschen zugänglichen Natur kostenlos hinterlassen werden?

Hilfreich ist vielleicht auch, mal über die Grenzen der Stadt zu schauen. Es gibt ja viele Städte mit Flüssen, an denen gefeiert wird. Wie gehen die mit dem Problem um? Oder haben die das gar nicht?

Ich finde Ihre Aktion sehr gut und bin gespannt auf die Ideen Ihrer Leser und wie Sie das Thema weiterverfolgen. Monika Krenz

Verbot auf Probe

Man muss diesen Mitbürgern zeigen, dass es so nicht geht. Da bisher alles nicht fruchtet, ist mein Vorschlag: Verbietet probeweise das Grillen an der Isar für eine Woche! Sollte das nicht fruchten, für einen Monat, und wenn das immer noch nicht reicht, dann für immer. Bei Nichteinhaltung würde ich ein saftiges Strafmaß nicht unter 100 Euro verhängen. Fritz Hauser

 

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