Hoffen auf den Wunschspieler Was für einen Sané-Transfer spricht - und was dagegen

Wunschspieler des FC Bayern: Leroy Sané. Foto: imago/Sven Simon

"Mir haben seine Aussagen nicht gefallen", sagt der Vorstandsboss über ein Statement des Trainers. Das Tauziehen um den Nationalspieler geht unvermindert weiter. Sucht City bereits Ersatz?

 

München -  Seit Wochen schwelt der Poker des FC Bayern um Wunschspieler Leroy Sané von Manchester City. Immer noch lässt der Nationalspieler keine klare Tendenz erkennen, ob ihn sein Weg zum deutschen Meister führt – oder ob er lieber bei Manchester City mit Trainer Pep Guardiola bleiben will.

Man werde keine täglichen Wasserstandsmeldungen abgeben, hatte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge zuletzt betont. Genau das tat nun Trainer Niko Kovac – und erhielt dafür einen deftigen öffentlichen Rüffel von Rummenigge.

Rummenigge: "Mir haben seine Aussagen nicht gefallen"

"Mir haben seine Aussagen nicht gefallen", kritisierte Rummenigge am Dienstagabend vor dem Spiel gegen Fenerbahce Istanbul im ZDF. "Wir haben ein gutes Verhältnis zu Manchester City mit unserem Ex-Trainer Pep Guardiola, und Sané steht dort noch unter Vertrag. Weder optimistische noch pessimistische Aussagen helfen uns da".

Rummenigge weiter: "Jeder beim FC Bayern muss seinen Job machen, wir unseren und der Trainer seinen, dann wird es eine erfolgreiche Saison." Im Klartext: Kovac solle sich aus den Transferangelegenheiten heraushalten. Eine deftige Watschn für den Trainer. Der hatte im Vorfeld des Spiels – sehr zum Missfallen von Rummenigge – gesagt: "Leroy ist ein toller Fußballer, den möchten wir. Ich gehe davon aus, dass wir ihn bekommen können."

Es ist nicht das erste Mal, dass Rummenigge den Trainer in der Öffentlichkeit vorführt. Bis zum Ende der vergangenen Saison ließ der Bayern-Boss offen, ob Kovac weiter Trainer bleibe, er verwies stets darauf, dass für jeden Trainer beim FC Bayern eben der Erfolg ausschlaggebend sei. Durch das Double, den Gewinn der Meisterschaft und den Sieg im DFB-Pokal, hatte Kovac aber die besseren Argumente auf seiner Seite. Nun das neuerliche Gerangel im Sané-Poker.

Ist Manchester City an Oyarzabal dran?

Doch wie stehen nun die Chancen, dass der Nationalspieler noch zum FC Bayern kommt? Wie die "Manchester Evening News" berichten, will Puma, der neue Ausrüster von Manchester City, Sané mit einem Schuh-Deal locken, von Zahlungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro ist die Rede. Angeblich bemüht sich City aber auch um einen Sané-Ersatz. Der Klub habe die Berater des spanischen Offensiv-Jungstars Mikel Oyarzabal (22) von Real Sociedad San Sebastián kontaktiert, berichtete die spanische "AS". Der Klub sei bereit, die festgeschriebene Ablösesumme von 75 Millionen Euro für Oyarzabal zu bezahlen.

Falls das stimmt, muss sich City beeilen: Am 8. August schließt das Transferfenster in England. Bayern hat bis zum 2. September Zeit für Verpflichtungen. Erst dann, Anfang September, wird nach AZ-Informationen auch das offizielle Mannschaftsfoto geschossen. Man will zunächst abwarten, was sich bei Zu- und Abgängen noch tut.

Die "Bild" hatte gemutmaßt, dass der Fototermin wegen einer möglichen Sané-Verpflichtung später angesetzt sei als in den vergangenen Jahren. Was inzwischen klar ist: Am 1. September findet das traditionelle Lederhosen-Shooting der Bayern mit Sponsor Paulaner statt. Der Sané-Poker dürfte dann beendet sein.

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