Hertha BSC gegen FC Bayern Bayern-Spiel wegen Erdogan verlegt? Jetzt spricht der Berliner Innensenator

Bayern-Bosse und Türkei-Präsident: Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Recep Tayyip Erdogan (v.li.). Foto: AZ/firo/Augenklick/dpa

Zuletzt fordert die Berliner Polizei, dass das Auswärtsspiel des FC Bayern bei Hertha BSC wegen des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Hauptstadt verschoben wird. Nun hat sich der zuständige Innensenator geäußert.

München/Berlin - Muss der FC Bayern bald Recep Tayyip Erdogan weichen? Am 28. September gastieren die Münchner bei Hertha BSC - laut Spielplan der Bundesliga. Doch am selben Wochenende stattet der türkische Präsident Kanzlerin Angela Merkel in Berlin einen Besuch ab.

Eifrige Diskussionen in Berlin

Eine Herkulesaufgabe für die Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt. Um diese zu stemmen, wandte sich die Polizei zuletzt an Innensenator Andreas Geisel (SPD) und forderte diesen auf, eine Ausrufung des polizeilichen Notstands zu prüfen und das Bundesligaspiel gegebenenfalls zu verschieben.

Am Mittwoch wurde der Antrag geprüft. Das Ergebnis: Der Senator sieht kein Notwendigkeit für derart drastische Schritte. "Der bevorstehende Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan, das Fußballspiel Hertha gegen Bayern sowie die Feierlichkeiten rund um den Tag der deutschen Einheit erfordern von den Berliner Sicherheitsbehörden erhöhtes Engagement und Arbeitseinsatz", sagte eine Sprecher der Innenverwaltung dem "Tagesspiegel".

Aufgrund der Erfahung der Berliner Polizei in Sachen Großveranstaltungen und Demonstrationen sei eine Ausrufung des polizeilichen Notstands allerdings nicht nötig. Sagt der Senator aus dem Ministerium. Ob es seine Polizeibeamten draußen auf der Straße genauso sehen?

Spielt der FC Bayern nun auch?

Und: Bedeutet das nun zwangsläufig, dass die Partie der Bayern bei der Hertha stattfinden wird? Nicht unbedingt. Noch ist nämlich völlig unklar, welchen Umfang die polizeilichen Einsätze in Berlin zu dieser Zeit tatsächlich haben wird. Gruppierungen aus der linksextremen Szene, die die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK unterstützen, haben bereits Proteste angekündigt.

Zugleich werden Gegenaktionen von Erdogan-Unterstützern und türkischen Rechtsextremen erwartet. Dazu wird es wohl zahlreiche Demonstrationen geben, die auf die Lage der Menschenrechte in der Türkei aufmerksam machen wollen.

"Die Sicherheitsbehörden bewerten kontinuierlich die Situation und den Bedarf an Einsatzkräften. Abschließende Ergebnisse liegen noch nicht vor", erklärte das Berliner Innenministerium weiter. Abhängig von diesen Ergebnissen werde letztlich über eine mögliche Spielverlegung entschieden.

Im Video: Fans happy - FC Bayern kehrt an die Basis zurück

 

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