FC Bayern TV-Kritiker: Rummenigge greift Kahn und Scholl an

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern Foto: Sampics / Augenklick

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mahnt die TV-Kritiker Oliver Kahn und Mehmet Scholl eindringlich, nicht zu kritisch zu sein - und erinnert ans abschreckende Beispiel Matthäus.

 

MÜNCHEN - Karl-Heinz Rummenigge ist ja quasi der Pionier der TV-Experten, weil er damals, bei der WM 1990, an der Seite von Heribert Faßbender und Gerd Rubenbauer als Co-Kommentator die deutschen Spiele in der ARD begleitete und so schön oft "Skandal!”, "Elfmeter!” oder einfach: "Jaaaa!” ins Mikro brüllte.

Die TV-Experten von heute melden sich mit wenigen Ausnahmen nun nicht mehr während des Spiels, sondern lassen davor und danach Meinungen vom Stapel. Im Fall der Ex-Bayern-Profis Oliver Kahn und Mehmet Scholl gefällt das Rummenigge, dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern, ganz und gar nicht.

Zumal der eine, Scholl, als Trainer der zweiten Mannschaft bei ihm in Lohn und Brot steht, und der andere, Kahn, vielleicht irgendwann wieder für den FC Bayern arbeiten möchte.

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Vor allem Letzterer müsse deswegen schon aufpassen, was er als TV-Experte von sich gebe, meinte Rummenigge und präsentierte via "Sport Bild” ein bekanntes Opfer von zu viel Quasselei.

"Wir haben da ja ein prominentes Beispiel in Lothar Matthäus. Der hat sich irgendwann um Kopf und Kragen geredet und sich die Tür beim FC Bayern am Ende selbst zugeschlagen.” Eben. Nicht mal Greenkeeper.

Auch im Fall Scholl spricht Rummenigge eine knackige Warnung aus: "Man muss sich irgendwann entscheiden, welchen Weg man gehen will: den als Trainer oder den als Experte. Beides harmoniert nicht."

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Scholl, noch bis zur WM 2014 an die ARD gebunden, müsse sich laut Rummenigge danach voll auf Bayern konzentrieren: "Wenn Scholls Verträge mit Fernsehen und Werbung, die hier kritisch gesehen werden, auslaufen, werden sie auch nicht verlängert. Basta.”

Die Konfliktdeals: Scholl wirbt für "Krombacher Weizen”, während der FC Bayern "Paulaner” als Partner hat. Dazu verdient er mit der Renault-Tochter "Dacia”, die Bayern werden mit Audis ausgestattet – auch Scholl.

Die beiden analysieren öffentlich-rechtlich, dazu kommen Stefan Effenberg und Lothar Matthäus bei „Sky” – ein Verein umzingelt von Ex-Profis. Viel Freund’, viel Kritik. Was Rummenigge aufstößt: "Das Wort 'Lob' scheinen einige unserer Ex-Spieler in der Rolle vergessen zu haben.”

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