FC Bayern II gegen TSV 1860 "Lieber Uli Hoeneß": Löwen-Fan schreibt offenen Brief wegen Derby-Kontingent

Ihm wird nicht das beste Verhältnis zum TSV 1860 nachgesagt: Uli Hoeneß (re.), Präsident des FC Bayern. Foto: Collage AZ/dpa

Der FC Bayern II gegen den TSV 1860: Das Derby polarisiert Wochen vor dem Spiel, weil der Rekordmeister Sechzig nur ein begrenztes Kartenkontingent für die Allianz Arena zur Verfügung stellt. Ein bekannter Sechzig-Fan richtet sich nun in der AZ in einem offenen Brief an Uli Hoeneß.

 

München - Dieses Spiel beschäftigt Fußball-München: FC Bayern II gegen den TSV 1860. Das Derby am 29. April (15.30 Uhr) und drittletzten (36.) Spieltag der Regionalliga Bayern wird ein Spitzenspiel.

Wohl nur wenige Tickets für den TSV 1860

Eines vor überschaubarer Kulisse in der Allianz Arena? Diese Befürchtung ist vielerorten in München zu hören, nachdem bekannt wurde, dass der FC Bayern die Löwen nur mit einem Gästekontingent von wohl 4.750 Tickets ausstattet.

Auch der bekannte Sechzig-Fan Peter Seeböck macht sich Sorgen. In einem offenen Brief, der der AZ vorliegt, richtet sich der Vater von Löwen-Verwaltungsrat Sebastian Seeböck nun direkt an Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Lesen Sie hier den Wortlaut:

Servus Uli,

mit großer Verwunderung muss ich Eure Entscheidung zur Kenntnis nehmen, das "kleine Derby" praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen. Natürlich ist es Euer gutes Recht, als gastgebende Mannschaft die Bedingungen des Ablaufs weitestgehend zu bestimmen. Natürlich wollt auch Ihr - und auch das ist absolut legitim - Eurer zweiten Mannschaft jegliche Chance auf den Aufstieg wahren.

Aber andererseits beraubt Ihr Euch (und uns) der Möglichkeit, ein zumindest in dieser Liga nie dagewesenes Fußballfest zu feiern! Warum sollten wir gemeinsam nicht einen neuen deutschlandweiten Ligarekord an Zuschauern aufstellen. Dieser würde selbstverständlich - und weit über die bayerischen Grenzen hinaus - zuallererst auf Euch zurückfallen.

Tolle Derbystimmung, großes Medieninteresse, europaweites Aufhorchen, dass ein Viertligaspiel (vielleicht) 50.000 Zuschauer anlockt. Alles das interessiert Euch nicht. Wir wissen, auf das Geld könnt Ihr leicht verzichten. Warum dann kein Fest für die ganze Familie inszenieren. Lass den Besseren gewinnen, aber gib den Burschen beider Teams doch die Chance, etwas Einzigartiges erleben zu dürfen!

Ich kann nur an Dich persönlich appellieren, diese (Deine) Entscheidung nochmal einer finalen Überprüfung zu unterziehen. Es wäre toll, die Größe zu zeigen und sich unserem Ansinnen nicht zu verschließen. Wie sagt doch Dein Freund Franz Beckenbauer: "Schau mer mal!"

gezeichnet, Peter Seeböck (Löwe aus Überzeugung)

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