Europawahl 2014 Umfrage sieht CSU bei 47 Prozent – 6 Prozent für AfD

EuropawahL: Die CSU liegt nach einer Umfrage des BR-Politmagazins "Kontrovers" bei 47 Prozent, die SPD käme in Bayern auf 20, die Grünen auf 11 Prozent. Foto: dpa

Schafft die CSU ihr Europawahl-Ziel, die Zahl ihrer Abgeordneten in Brüssel zu halten? Einer neuen Umfrage zufolge wird das schwierig. Die AfD dagegen landet aus dem Stand bei 6 Prozent.

 

München  – Die CSU muss bei der Europawahl am übernächsten Sonntag nach einer neuen Umfrage mit leichten Verlusten rechnen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Infratest-dimap-Erhebung im Auftrag des BR-Politikmagazins „Kontrovers“ landen die Christsozialen bei 47 Prozent – das wäre gut ein Prozentpunkt weniger als bei der Europawahl 2009. Die SPD liegt in der Umfrage in Bayern bei 20 Prozent – das wären gut 7 Punkte mehr als vor fünf Jahren.

Die Grünen kommen landesweit auf 11 Prozent und die Freien Wähler auf 3 Prozent. Für die Alternative für Deutschland (AfD) würden demnach aktuell 6 Prozent votieren, für die FDP 4 und für die Linkspartei 3 Prozent. Die CSU müsste bei einem solchen Ergebnis fürchten, das von Parteichef Horst Seehofer vorgegebene Wahlziel zu verfehlen, nämlich die bisher acht Abgeordneten zu halten. Dies wird ohnehin schwierig, da Deutschland künftig drei Europaabgeordnete weniger hat – und da die Sperrklausel für die kleinen Parteien gekippt ist.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gab sich aber optimistisch. „Für uns ist eine Umfrage immer ein Motivationsschub“, sagte er im Landtag. „Wir werden die letzten Tage im Endspurt alles geben.“ SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen reagierte erfreut. Im Gegensatz zur Konkurrenz habe die SPD „einen grundsätzlich positiven Blick auf Europa, der auf Sachlichkeit statt auf Populismus setzt“, sagte sie.

Die Grünen-Spitze erklärte, die Umfrage zeige, „dass der CSU ihre Stänkerei gegenüber der EU und ihr dumpfer Populismus gegenüber Zuwanderern und Arbeitskräften aus anderen EU-Staaten nichts bringt“. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hatte vom 8. bis 12. Mai insgesamt 1003 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch befragt.

 

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