Erstes Fazit nach fünf Spielen TSV 1860: Die Gewinner und Verlierer unter Trainer Michael Köllner

Machte einige Änderungen im Löwen-Kader: Trainer Michael Köllner. Foto: sampics/Stefan Matzke

Seit fünf Spielen steht Michael Köllner beim TSV 1860 als Trainer an der Seitenlinie, jetzt geht es für Spieler und Verantwortliche erstmal in die Winterpause. Zeit für ein erstes Fazit: Wer sind die Gewinner und Verlierer unter dem neuen Sechzig-Trainer?

 

München - Michael Köllner kann auf eine durchaus beeindruckende Bilanz zurückblicken: Seit fünf Spielen ist er offiziell Trainer des TSV 1860, in dieser Zeit blieb er mit seiner Mannschaft ungeschlagen. Neben zwei Siegen gab es für die Sechzger drei Unentschieden – die Mannschaft ist in guter Form, doch jetzt geht es erstmal in die Winterpause.

Köllner, der das Amt im November von Daniel Bierofka übernommen hatte, hat einige Änderungen im Spielsystem und auch im Kader vollzogen. Während manche Spieler unter dem neuen Trainer auch eine neue Chance bekommen haben, spielen andere überhaupt keine Rolle mehr. Die AZ zeigt die Gewinner und Verlierer unter Köllner.

LÖWEN-GEWINNER

Marco Hiller

Zu Beginn der Saison verlor Marco Hiller den ewigen Torhüter-Zweikampf bei den Löwen gegen Hendrik Bonmann. Doch wegen einer Zerrung des Stammtorwarts bekam Hiller gegen Viktoria Köln seine Chance. Seitdem ist er im Tor der Sechzger gesetzt, auch Neu-Trainer Michael Köllner baute im Anschluss auf den 22-Jährigen. In sieben Spielen musste Hiller insgesamt acht Mal hinter sich greifen. Auch nach der Winterpause ist Hiller die Stammkraft im Tor, Bonmann hat vorerst das Nachsehen.

Dennis Dressel

Eines der größten Talente im Kader der Giesinger. In den ersten zehn Saisonspielen durfte der Mittelfeldspieler jedes Mal ran – die Einsatzzeiten variierten jedoch stark, bewegten sich zwischen einer und 90 Minuten. In den letzten Spielen unter Bierofka musste sich der 21-Jährige dann mit einem Platz auf der Bank begnügen, gleich vier Mal blieb er ohne Einsatz. Köllner schenkte Dressel hingegen das Vertrauen und ließ ihn in den beiden Derbys von Beginn und über die vollen 90 Minuten ran. Das Vertrauen zahlte er mit seinem Treffer im Derby gegen den FC Bayern II prompt zurück. Auch sonst gehört der Junglöwe zum Stammpersonal im Mittelfeld.

Noel Niemann

Ein weiterer Youngster, der zu den Gewinnern unter Köllner zählt, ist Offensivspieler Noel Niemann. Unter Bierofka spielte der 20-Jährige überhaupt keine Rolle und kam in dieser Saison kein einziges Mal zum Einsatz. Oft hat es ihn sogar nur für die zweite Mannschaft gereicht. Köllner ließ den Nachwuchsspieler dann in drei von fünf Spielen ran – zuletzt gegen Münster sogar von Anfang an. Niemann nutzte die Chance – und bereitete den entscheidenden Mölders-Treffer vor. Holte gegen Großaspach den Freistoß raus, der zum Tor führte.

Prince Osei Owusu

Eine der größten Änderungen von Köllner spielt Prince Osei Owusu in die Karten: Der neue Trainer der Löwen lässt meist mit Doppelspitze spielen, der Angreifer ist dadurch neben Routinier und Leistungsträger Sascha Mölders gesetzt. Bierofka setzte den 22-Jährigen oft als Joker ein, nur zweimal durfte er über die volle Distanz ran. Unter Köllner kam er in jedem Spiel zum Einsatz, die letzten drei Partien sogar über 90 Minuten. Gegen den FC Ingolstadt (2:2) schoss er ein Tor und legte einen Treffer auf.

LÖWEN-VERLIERER

Hendrik Bonmann

Eine Zerrung setzte Stammtorhüter Hendrik Bonmann für ein Spiel außer Gefecht. Ersatzkeeper Hiller nutzte seine Chance und ist seit Anfang November die Nummer eins im Löwen-Tor. Für Bonmann reicht es hingegen nur noch für die Bank. Im Wintertrainingslager in La Manga kann und muss sich der 25-Jährige erneut beweisen und für den Platz zwischen den Pfosten empfehlen. Die kürzlich vollzogene Vertragsverlängerung von Ersatztorwart Tom Kretzschmar könnte für ihn bedeuten, dass sein im Juni 2020 auslaufender Vertrag nicht verlängert werden soll.

Leon Klassen

Youngster Leon Klassen ist womöglich der größte Verlierer des Trainerwechsels. Unter Bierofka gehörte der Nachwuchsspieler ab dem siebten Spieltag zur Startelf, seine Sache hat er über weite Strecken sehr gut gemacht. Doch unter Köllner reduzierten sich die Einsatzzeiten drastisch: Zwei Mal stand der 19-Jährige überhaupt nicht im Kader. Gegen Preußen Münster durfte er immerhin eine Halbzeit lang ran.

Fabian Greilinger

Köllner wechselte bei den Junglöwen kräftig durch: Während Niemann zu den Gewinnern zählt und sich über Einsatzminuten freuen darf, herrscht bei Fabian Greilinger das genaue Gegenteil. Bierofka hat dem 19-Jährige immer wieder Spielpraxis geben, doch unter Köllner spielt der Flügelspieler überhaupt keine Rolle. Vier Mal stand er überhaupt nicht im Kader. Zuletzt durfte er gegen Münster für eine Minute aufs Feld.

Markus Ziereis

Markus Ziereis hat es verpasst, den Platz als Sturmpartner von Sascha Mölders einzunehmen. Bereits unter Bierofka hat es für den Angreifer meist nur für Joker-Einsätze gereicht, doch unter Köllner steht der 27-Jährige noch seltener auf dem Platz. Seine Bilanz aus den letzten fünf Spielen: Drei Mal für 90 Minuten auf der Bank, einen Kurzeinsatz über zwei Minuten sowie ein Spiel über elf Minuten.

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