Entwarnung und Misere TSV 1860: Daniel Bierofka gehen die Stürmer aus

"Bei Nico wurden keine abnormen Werte festgestellt", sagt Sportchef Gorenzel über Karger, der Kreislauf-Probleme hatte. Foto: sampics/Augenklick

Bei Löwen-Stürmer Nico Karger werden nach seinem Schwächeanfall keine "abnormen Werte" festgestellt. Doch ob er gegen Cottbus spielen kann, ist fraglich. 

München - Erst der große Schock, die große Sorge, um Nico Karger, tags darauf die Entwarnung: Der Torjäger des TSV 1860 musste am Dienstag das Training abbrechen. Herz-Kreislaufprobleme bei Sechzigs Stürmer, die Löwen in Sorge.

Am Mittwoch folgte kollektive Erleichterung. Der 25-jährige Außenangreifer der Giesinger wurde von oben bis unten durchgecheckt – und hat offenbar keinerlei Schaden genommen. "Nico wurde gestern und heute ausführlichen Tests von unseren Vereinsärzten und in einer Spezialklinik unterzogen, um jede Eventualität auszuschließen. Dabei wurden keine abnormen Werte festgestellt", teilte Sportchef Günther Gorenzel der AZ mit.

Schon am späten Dienstagabend hatte sich der Österreicher vorsichtig optimistisch geäußert, jedoch auf weitere Untersuchungen verwiesen. Diese haben nun ergeben: "King Karges" scheint gesund zu sein. Doch woher der plötzliche Schwächeanfall? Gorenzel sagte über den zuvor angeschlagenen Angreifer: "Nico hatte leichte Magen-Darm-Probleme und daher wenig gegessen. Damit wird der Vorfall beim gestrigen Training von unseren Ärzten erklärt." 

Karger soll am Donnerstag wieder trainieren

Übrigens: Der Verein ließ Karger auf AZ-Anfrage nicht über die etwas rätselhafte Diagnose sprechen. Er solle, so teilte Gorenzel noch mit, voraussichtlich am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining, das zugleich das Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger FC Energie Cottbus (19 Uhr, im AZ-Liveticker) ist, einsteigen.

Daher ist auch noch unklar, ob Sechzigs Nummer 18 gegen die Lausitzer auflaufen kann. Trainer Daniel Bierofka gehen die (fitten) Stürmer aus. Also: Entwarnung und (Sturm-)Misere. Sturm-Sorgen haben Sechzig und Cottbus gemeinsam. (Lesen Sie hier: Last-Minute-Transfer bei den Löwen? Sportchef Gorenzel äußert sich)

Auf Seiten der Löwen ist nicht nur beim zuletzt formstarken Karger (zwei Treffer und ein Assist in den letzten beiden Partien) Vorsicht geboten. Bei Stoßstürmer Sascha Mölders (Knochenödem im Oberschenkel) müsse man laut Gorenzel "von Tag zu Tag sehen". Flügelstürmer Stefan Lex kämpft noch mit seiner "inneren Überzeugung" (Zitat Bierofka), und mit Reservist Markus Ziereis fällt bekanntlich eine weitere Option verletzungsbedingt weg.

Auch 1860-Gegner Cottbus drückt im Angriff der Schuh

Energie-Kultcoach Claus-Dieter "Pele" Wollitz klagt über den Ausfall von Kevin Scheidhauer, der am Sprunggelenk operiert werden musste. "Entscheidend ist, dass wir nicht nachladen können, in der Offensive ist nix da. Da müssen wir nicht drum herum reden", erklärte Wollitz mehr als deutlich. Auch Torjäger Streli Mamba läuft seiner Form der Aufstiegssaison (19 Tore und acht Assists in 26 Spielen) noch hinterher.

Bleibt mit Adriano Grimaldi ein Mann ganz vorne, der voll im Saft ist. Der Deutsch-Italiener hat nach seinem Wechsel von Preußen Münster auf Giesings Höhen mit zwei Treffern einen guten Start erwischt, er müsse aber "in der Chancenauswertung effektiver werden", so Gorenzel.

Insgesamt gelte für solide gestartete Sechzger (sieben Punkte), die vor dem nächsten Duell der Drittliga-Neulinge derzeit trotzdem schlechtester Aufsteiger hinter Gegner Cottbus (8 Punkte) und dem KFC Uerdingen (10 Punkte) sind: "Wir predigen es jede Woche, aber das sind nicht nur Plattitüden: Wir wollen Prozesse sehen. Formschwankungen wird es immer geben, aber je weiter wir mit unserer Entwicklung sind, desto konstanter werden die Ergebnisse."

Umso wichtiger, wenn sich Karger und Mölders aus der Kategorie schwächelnde Stürmer wieder in die Riege fitter Löwen einreihen würden.

 

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