Einschätzung zur neuen Saison 1860 vor dem Saisonstart: Was Hoffnung macht - und was Sorgen bereitet

, aktualisiert am 11.07.2019 - 15:06 Uhr
Die neue Saison, ein Himmelfahrtskommando? Oder schweben die Sechzger auf Wolke sieben? Leicht wird’s jedenfalls nicht für Aaron Berzel, Sascha Mölders, Quirin Moll und Daniel Bierofka (v.l.). Foto: dpa, sampics/Augenklick

Beim Teamfotoshooting gibt Bierofka, der wohl noch länger auf Karger verzichten muss, eine erste Einschätzung zur neuen Saison ab: "Für uns geht es nur um den Klassenerhalt." Eine Bestandsaufnahme.

 

München - Aufstellung, Löwen! "Erdmann, Metzger, Ziereis, Mölders," las Jan Mauersberger, der nach seinem Karriereende als Fußballer neuer Mitarbeiter im Marketing des TSV 1860 ist und prompt mit der Einteilung der Spieler auf dem Mannschaftsfoto betraut wurde, von seinem Zettel: "Und Berzel!" Denn: Aaron Berzel ist seit Dienstag wieder ein Löwe. Private Gönner haben es möglich gemacht. "Ich bin froh, dass die Verpflichtung zustande gekommen ist", sagte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel.

TSV 1860 - Bierofka gibt erste Einschätung ab

Spieler, Trainerteam um Daniel Bierofka, selbst Busfahrer Georg Ostermaier, Pressesprecher Rainer Kmeth und Waschfrau Tanja Groll posierten für das Mannschaftsfoto des TSV 1860. "26 Spieler, bloß ein Neuer. Was das wohl wird?", fragte sich Allesfahrer Roman Wöll, der sich unter die Fotografen einreihte.

Chefcoach Bierofka gab nach dem Shooting eine erste Einschätzung ab: "Ich hätte mir schon den ein oder anderen Neuzugang mehr gewünscht. Aber die Situation ist so, wie sie ist – und ich nehme sie total an." Die AZ macht eine Bestandsaufnahme des Löwen-Kaders. Stark wie noch nie oder doch eher ein Himmelfahrtskommando in Weiß und Blau?

Bestandsaufnahme des Löwen-Kaders

Der Bestandskader: Das Gros der Spieler um Kapitän Felix Weber, Torjäger Sascha Mölders und Co. ist altbewährt. Einziger Neuzugang: Innenverteidiger Dennis Erdmann. Und die Youngster Niklas Lang, Leon Klassen, Noel Niemann und Fabian Greilinger. "Einerseits erleichtert es die Arbeit des Trainers auf dem Platz, weil ein gewisses Vorwissen da ist. Da kann man schon in die Vollen gehen und braucht nicht zu viel an den Kleinigkeiten schrauben", erklärte Bierofka. Die Kehrseite? "Andererseits", so Bierofka: "Neuzugänge bringen immer Qualität dazu, neue Charaktere, neue Einflüsse von außen."

Berzel und Mister X: Den erwünschten Leih-Löwen im Sturm könne man derzeit nicht verpflichten. "Momentan gibt es keine Möglichkeit, diesen Spieler zu holen. Wenn sich Möglichkeiten auftun würden, können wir darüber reden", sagte Bierofka. Immerhin ist Berzel jetzt fix. Bierofka dazu: "Es wird immer kolportiert, er wäre ein Wunschspieler. Jede Personalie ist wichtig. Aaron war für mich immens wichtig, um gewisse Positionen aufzufangen. Ich weiß, was ich an dem Jungen habe. Er braucht keine Eingewöhnungszeit, ist sofort drin in der Mannschaft. Von dem her ist er die absolut beste Lösung, die wir finanziell stemmen können." Flügelspieler Nico Karger, der in den Sozialen Medien ein Foto mit Krücken postete, fehlte dagegen – aufgrund einer Leisten-OP. Ausfallzeit laut Bierofka: "Zehn bis zwölf Wochen müssen wir schon rechnen."

Das Saisonziel: Wie stark ist Sechzigs Kader, der mit einem Durchschnittsalter von 24,7 Jahren an den Start geht und mit Mölders als einzigem Ü30er nur einen "Ausreißer" nach oben hat? "Ganz klar", weiß Bierofka: "Für uns geht es nur um den Klassenerhalt." 1860 solle "möglichst schnell viele Punkte sammeln", damit man im Optimalfall "ein Polster" habe und nicht "gleich unten drin hängen" werde: "Und dann wollen wir am 38. Spieltag über dem Strich stehen."

Der Teamgeist: Bierofka lobt, auch wegen des unveränderten Mannschaftsstammes, was ein Trumpf der Löwen werden soll. "Der Geist des letzten Jahres ist geblieben." Ob 1860 am Ende auch die Drittklassigkeit bleibt?

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