"Eine sehr gute Entscheidung" Uli Hoeneß bestätigt: Hansi Flick wird Assistent von Niko Kovac

Uli Hoeneß (r.) hat die Verpflichtung von Hansi Flick bestätigt. Foto: Matthias Balk/Uwe Anspach/dpa

Jetzt ist es fix! Hansi Flick ist ab der kommenden Saison neuer Co-Trainer des FC Bayern und tritt damit die Nachfolge des abgewanderten Peter Hermann an.

 

München - Hansi Flick verstärkt ab der kommenden Saison das Trainerteam des FC Bayern! Dies bestätigte Präsident Uli Hoeneß am Rande des Basketball-Finals der Münchner gegen Alba Berlin am Sonntag.

"Es ist eine sehr gute Entscheidung, weil wir einen Mann brauchen, der auch mit der Jugend arbeitet, der integriert. Das war ein ausdrücklicher Wunsch von Niko Kovac", erklärte Hoeneß in einer Medienrunde. Der langjährige Co-Trainer von Joachim Löw war bereits als Spieler für den Rekordmeister aktiv.

104 Bundesliga-Spiele für den FC Bayern

Sein letztes von insgesamt 104 Bundesliga-Spielen für den FC Bayern bestritt Hans-Dieter Flick am 12. Mai 1990. Damals gewannen die Münchner mit 3:0 gegen Borussia Dortmund, und an Flicks Seite spielten unter anderem Roland Grahammer, Manni Bender und Radmilo Mihajlovic. Trainer war Jupp Heynckes.

Flick wurde in der 78. Minute ausgewechselt, durfte zum Abschluss seiner Bayern-Zeit aber immerhin den vierten Meistertitel in fünf Jahren bejubeln. Ähnlich erfolgreich soll’s nun weitergehen. Denn Hansi macht’s! Flick kehrt als Co-Trainer zu Bayern zurück – 29 Jahre nach seinem Abschied als Spieler.

Der 54-Jährige, der bis Anfang 2018 als Geschäftsführer Sport bei der TSG Hoffenheim tätig war, folgt auf Peter Hermann (67), der sein Assistentenamt niedergelegt hat.

Joachim Löw schwärmt von Hansi Flick

Mit Flick holen die Bayern Joachim Löws wichtigsten Helfer beim WM-Triumph 2014. Er könne sich "vorstellen, dass diese Rolle für Hansi interessant sein könnte", sagte der Bundestrainer kürzlich. Flick habe beim DFB "eine sehr gute Arbeit geleistet, außerdem hat er eine Bayern-Vergangenheit", sagte Löw: "Er hatte eine gute Art und war bei den Spielern und Betreuern höchst akzeptiert. Vor allem aufgrund seiner Kompetenz und seines Umgangs mit Menschen." Er habe in der gemeinsamen Zeit bei der DFB-Elf immer gewusst, dass Flick "total loyal" sei.

Das ist einer der entscheidenden Gründe, warum Flick für Bayern und Trainer Niko Kovac so interessant ist: Ihn zeichnet absolute Loyalität aus. Flick hegt keine Ambitionen als Cheftrainer, sieht sich eher im Hintergrund – als Taktikexperte und Spielerentwickler. Robert Kovac (45) setzt seine Arbeit als Co-Trainer fort.

Flick mit großem Anteil am WM-Triumph 2014

Als Trainer rückte Flick besonders an der Seite von Löw in den Fokus. 2006 holte ihn Löw von Red Bull Salzburg zum DFB. Er machte ihn zu seinem Assistenten, nachdem er selbst von diesem Posten kommend den Chef-Job von Jürgen Klinsmann übernommen hatte. Bis 2014 dauerte diese Aufgabenteilung an und wurde mit dem WM-Triumph in Rio de Janeiro gekrönt. Flicks Wirken hatte am vierten deutschen WM-Sieg wichtigen Anteil.

Anschließend wurde Flick zum DFB-Sportdirektor befördert. Überraschend verließ er im Januar 2017 den Verband und gönnte sich eine Auszeit, bevor er im folgenden Sommer in Hoffenheim Geschäftsführer wurde. Dort hatte er von 2000 bis 2005 schon als Trainer gearbeitet. Laut "SZ" ist Flick bis Ende des Monats noch vertraglich an Hoffenheim gebunden.

Dann beginnt seine zweite Karriere beim FC Bayern – die als Co-Trainer.

Lesen Sie auch: Warum Hansi Flick für den FC Bayern so interessant ist

 

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