Ehemann der Queen hatte Autounfall Augenzeuge: "Ich hatte Prinz Philips Blut an meinen Händen"

Queen Elizabeth und Prinz Philip im Februar 2018. Foto: imago/I Images

Der Ehemann der Queen, Prinz Philip, ist am Donnerstag in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Das teilte der Buckingham-Palast mit. Jetzt meldet sich ein Augenzeuge, der berichtet, wie er Philip aus dem Wrack rettete.

 

Sandringham - Der 97-jährige Ehemann von Königin Elizabeth II. (92) habe am Donnerstagnachmittag selbst am Steuer gesessen, teilte der Buckingham-Palast in London mit. Philip habe bei dem Unfall mit einem anderen Fahrzeug in der Nähe des Landsitzes Sandringham kleinere Verletzungen erlitten. Philip sei aber nicht im Krankenhaus. 

Die britische Zeitung "The Sun" sprach mit einem Augenzeugen, der den Unfall auf dem Nachhauseweg beobachtete. Anwalt Roy Warne berichtet: "Ich sah, dass sich das Auto überschlug und dachte 'Verfluchte Hölle!' (...) Es war beängstigend. (....) Der Aufprall war enorm. Menschen hätten getötet werden können." Er lief zuerst zum Auto, das enorm rauchte. Darin saßen zwei Frauen und ein Baby. Danach lief er zum Land Rover des Prinzen.

Zeuge: "Ich hatte das Blut des Prinzen an meinen Händen"

Zunächst erkannte der Anwalt den Prinzen gar nicht: "Es war eine ältere Person im Inneren und ich zerrte an der zertrümmerten Windschutzscheibe und dem Sonnendach, um den Fahrer herauszuholen", berichtet Warne. "Er lag auf der Seite und seine Beine waren im Fußraum des Autos. Ich bat ihn, sein linkes Bein anzuheben, weil seine Beine eingeklemmt waren, und er sagte: 'Wohin?' Mir wurde plötzlich klar, dass es Prinz Philip war." Der Royal war bei Bewusstsein, aber "sehr, sehr unter Schock gewesen." Außerdem erzählte er: "Ich schaute herunter und hatte Blut des Prinzen an meinen Händen."

Hinblutung nach Unfall möglich: Philip steht unter Beobachtung

In Prinz Philips Anwesen wurde er sofort von einem Arzt untersucht, er gab zwar Entwarnung, dennoch müsse der Mann der Queen unter Beobachtung bleiben. "Für einen 97-Jährigen ist so ein Unfall keine Lappalie", sagte Dr. Nick Scriven, Präsident der britischen Gesellschaft für Akutmedizin, dem "Mirror". Es bestehe das Risiko einer Hirnblutung. "Das ist speziell bei Älteren eine Gefahr. Verhaltensänderungen, Kopfschmerzen, Erbrechen, Anfälle und Koma können die Folge sein."

Prinz Philip - gesundheitliche Probleme

Philip hatte sich 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Er ist seitdem nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Die Teilnahme an der Hochzeiten seiner Enkel Harry (34) und Prinzessin Eugenie (28) im vergangenen Jahr ließ er sich jedoch nicht entgehen. Seit der Thronbesteigung der Queen im Jahr 1952 hat Philip Medienberichten zufolge 22 219 offizielle Termine wahrgenommen.

Sein letzter offizieller Auftritt war bei einer Militärparade der Royal Marines im August 2017 vor dem Buckingham-Palast. Ein Hintertürchen hatte sich "Rentner Philip" aber offen gehalten: als gelegentlicher Begleiter der Queen bei Terminen.

In den vergangenen Jahren litt Philip unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam mit 96 Jahren ein neues Hüftgelenk. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich hinters Steuer zu setzen.

 

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