Domino-Effekt Neymar Bayern-Gegner Dortmund zittert wegen Dembélé

26. April 2017: Ousmane Dembélé bejubelt sein Tor zum 3:2 für Borussia Dortmund im Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern. Rechts Arjen Robben. Foto: sampics/Augenklick

Neymar spielt künftig für Paris St. Germain - und wer für den FC Barcelona? Der Transfer wird Auswirkungen auf viele Vereine haben - auch auf Bayerns Supercup-Gegner Dortmund.

 

München/Dortmund - Vor dem Supercup plagen die Verantwortlichen beider Mannschaften so einige Sorgen, bei Borussia Dortmund wird das Spiel gegen den ewigen Rivalen FC Bayern noch von einer ganz anderen Geschichte überschattet.

Auch wenn Peter Bosz behauptet, dass ihn das alles gar nicht interessiere. Der neue Trainer von Borussia Dortmund geht davon aus, dass er am Samstag beim Supercup gegen den FC Bayern (20:30 Uhr im AZ-Liveticker) und auch danach über Ousmane Dembélé verfügen kann.

"Wenn ich mir Gedanken über alles mache, was passieren kann, dann schlafe ich schlecht. Das versuche ich nicht zu tun", sagte er noch am Donnerstag. Aber Bosz wird womöglich bald schlecht schlafen, denn passieren könnte nun eine ganze Menge in ganz Europa: Der FC Barcelona hat durch den Wechsel von Neymar zu Paris St. Germain 222 Millionen Euro mehr auf seinem Konto, und es ist davon auszugehen, dass er zumindest Teile dieser Summe reinvestiert.

Etwa in Dembélé, den die Katalanen schon länger begehren. In der kommenden Woche, berichten französische und spanische Medien, will Barcelonas Sportdirektor Robert Fernandez beim BVB vorstellig werden.

Bringt Dembélé jetzt 100 Millionen?

Mitte Juni sollen die Katalanen 50 Millionen für Dembélé geboten haben, nun könnten die Dortmunder mal richtig Kasse machen. Vor einem Jahr hat der 20 Jahre alte Franzose 15 Millionen Euro Ablöse gekostet. Bringt er jetzt 100 Millionen?

Neymar und der Domino-Effekt: Dembélé könnte der erste Stein sein, der fällt. Und was macht dann Dortmund? Selbst nochmal nachlegen? Die Westfalen hätten neben einem Haufen Geld freilich auch das Problem, dass alle möglichen Transfers jetzt automatisch teurer würden.

Von den 222 Millionen, die Barcelona nun hat, will jeder etwas abhaben. Direkt oder indirekt. Doch nicht nur in Dortmund halten sich Verhandlungspartner bereit. Das Geld für Neymar könnte überall in Europa landen.

"Das Problem ist nicht Neymar"

Für die englischen Buchmacher ist klar: Der erste Anwärter auf die Nachfolge von Neymar bei Barcelona ist Philippe Coutinho vom FC Liverpool. Dessen Trainer Jürgen Klopp hat einen Verkauf des Brasilianers bisher aber ausgeschlossen, egal, wie viel für ihn geboten wird.

Hinter Coutinho folgen bei den Buchmachern drei Spieler nahezu gleichauf: Angel Di Maria, Argentinier, einst bei Real Madrid unter Vertrag, danach bei Manchester United und derzeit bei - Paris St. Germain; Marco Verratti, derzeit ebenfalls Paris St. Germain; und Dembélé.

Die Preise werden weiter in die Höhe schießen, glaubt José Mourinho, der Teammanager von Manchester United: "Wir werden jetzt mehr Spieler haben, die 80 Millionen oder 60 Millionen kosten. Und das ist das Problem. Das Problem ist nicht Neymar, es sind die Konsequenzen daraus", sagte er.

Für einen könnte Neymar aber schon zum Problem werden: Was passiert eigentlich mit Julian Draxler, jetzt, da auf seiner Position ein gewisser Neymar spielt?

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