Dembélé statt Sané? FC Bayern: Ein Problem-Profi als Plan B?

Auch beim FC Barcelona umstritten: Ousmane Dembélé, der bis 2017 bei Borussia Dortmund spielte. Foto: firo/Augenklick

In der Vergangenheit ist Uli Hoeneß nicht gerade als Fan von Ousmane Dembélé aufgefallen, doch nun ist der 22-Jährige ein Gesprächsthema an der Säbener Straße.

 

München - Man kann wirklich nicht behaupten, dass Uli Hoeneß in der Vergangenheit als großer Fan von Ousmane Dembélé (22) aufgefallen ist. Im Gegenteil: Als der Offensivstar im Sommer 2017 bei Borussia Dortmund mit einem Trainingsstreik für Wirbel sorgte, um einen Transfer zum FC Barcelona zu erzwingen, reagierte Hoeneß mit deutlichen Worten.

"Wir haben die Möglichkeit, für jedes Vergehen eine Strafe von bis zu einem Monatsgehalt einzuziehen", sagte der Präsident des FC Bayern damals bei Eurosport: "Für jeden Tag würde er von mir eine Geldstrafe von 100 000 Euro bekommen."

Der FC Bayern wollte Dembélé schon einmal verpflichten

Rumms! Und das war noch nicht alles. "Wenn Borussia Dortmund 120, 150 Millionen Euro Schmerzensgeld bekommen kann, was der Spieler gar nicht wert ist – dann ist der Verein kein Verlierer", ergänzte Hoeneß.

Dembélé wechselte schließlich für 125 Millionen Euro zu Barça, den Ruf des Problem-Profis hat er bis heute nicht ablegen können. Und trotzdem ist der Franzose nun offenbar ein Transferkandidat bei Hoeneß und seinen Bayern. Verrückt. Wie die "Sport Bild" schreibt, sei Dembélé der Plan B der Münchner, falls die Verpflichtung von Wunschspieler Leroy Sané (23) nicht funktioniert. Und danach sieht es aktuell aus. Denn obwohl Bayern den Deal wohl finanziell stemmen könnte, gibt es keinerlei Anzeichen, dass Sané nach Deutschland zurückkehren will. 2016 war der deutsche Nationalspieler bereits Thema an der Säbener Straße, zu dieser Zeit setzte Bayern aber voll auf seine Topstars Franck Ribéry und Arjen Robben und sagte ab. Sané hat das nicht vergessen.

Auch über Dembélé dachten die Münchner Bosse 2016 nach, konkreter wurde der Kontakt nicht. Ob es 2019 die zweite Chance gibt? Dies hängt zuallererst von den Personalplanungen der Katalanen ab. Mit Weltmeister Antoine Griezmann von Atlético Madrid soll sich Barcelona bereits einig sein.

Rummenigge gilt als Bewunderer von Dembélé

Und sogar eine spektakuläre Rückkehr von Brasiliens Superstar Neymar vom französischen Meister Paris Saint-Germain steht offenbar im Raum. Falls beide Transfers zustandekommen, wäre Barça wohl bereit, Dembélé zu verkaufen. Zu einem Preis, der in der Sané-Kategorie liegen dürfte.

Nur: Würde der französische Weltmeister Bayern überhaupt weiterhelfen? Laut "Sport Bild" gilt besonders Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge als Bewunderer des schnellen Außenstürmers, der fußballerisch zweifellos hochbegabt ist und gegnerische Abwehrreihen mit seinen Dribblings ganz allein aushebeln kann.

Doch es gibt freilich auch noch die andere Seite bei Dembélé – die des streikenden Profis, der sein Haus in Dortmund vermüllt zurücklässt. Der in Barcelona Trainingseinheiten verschläft und mit Disziplinlosigkeiten auffällt. Es wird nicht leicht werden, Uli Hoeneß von diesem Transfer zu überzeugen.

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