Delegierte vor Parteitag Streit in München-SPD: Nur eine Delegierte für die GroKo

Die Münchner SPD-Chefin Claudia Tausend spricht sich für eine Neuauflage der GroKo aus. Foto: dpa

Vor dem SPD-Parteitag, auf dem über GroKo-Verhandlungen entschieden wird, gibt es Zoff unter den Münchner Delegierten in der SPD. Viele sprechen sich gegen die Große Koalition aus. Nun wollen die Befürworter überzeugen. 

 

München - Auf dem SPD-Parteitag am Sonntag entscheidet sich: Wird die SPD Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufnehmen oder scheitert eine Neuauflage der GroKo? Die Meinungen in der Bundesrepublik und unter vielen Sozialdemokraten sind gespalten. 

Die Münchner Delegierten sind sich hingegen recht einig: Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung sprechen sich sieben von elf Delegierten gegen die GroKo aus. Nur eine ist dafür: Die Vorsitzende der Münchner SPD Claudia Tausend. Ihr Stellvertreter Roland Fischer ist weder für, noch gegen eine GroKo. 

Viele der Delegierten sympathisieren mit den JuSos oder gehören ihnen an, deshalb das klare Meinungsbild. Die Münchner Stadtratsfraktion versucht nun, Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Bundestagsabgeordnete Florian Post appellierte mit einer Pressemitteilung an Verhandlungen mit der Union. 

Claudia Tausend glaubt an ein enges Abstimmungsergebnis. "Das kann um 15 Stimmen hin oder eher gehen", zitiert die Süddeutsche die Sozialdemokratin. Die Münchner SPD teilt die Meinung vieler oberbayerischer Parteimitglieder. Auch wenn Oberbayern nicht im Alleingang über die neue Regierung entscheidet: Bayern stellt mit 78 Delegierten die drittmeisten eines Landesverbandes auf dem SPD-Parteitag.  

 

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