"Das darf so nicht sein" FC Bayern: Niklas Süle spricht nach seiner Roten Karte Klartext

Niklas Süle sah gegen Heidenheim in der 15. Minute die Rote Karte. Foto: imago/Sven Simon

Niklas Süle spricht nach seiner Notbremse Klartext und kritische Worte. Jérôme Boateng provoziert derweil die Verantwortlichen des FC Bayern.

 

München - Da stand Niklas Süle nun in den Katakomben der Allianz Arena und musste das 5:4 des FC Bayern, den Pokalwahnsinn gegen Zweitligist Heidenheim, erklären – an dem er ja nur in den ersten 15 Minuten mitgewirkt hatte. Beim Stand von 1:0 hatte der Innenverteidiger nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen, nachdem er nach Ballverlust von Thiago per Grätsche retten wollte, was nicht mehr zu retten war.

"Ein Fehler im Spielaufbau, ich will nicht, dass er (Heidenheims Robert Andrich; d. Red.) schießt. Er legt sich den Ball vor, ein paar Zentimeter fehlen", fasste Süle, der für ein Pokalspiel gesperrt wurde, seinen ersten Platzverweis überhaupt zusammen: "Es ist ein Foul. Ob es Rot war? Ich bin geteilter Meinung." Das war Schiedsrichter Guido Winkmann auch und gab Süle zunächst Gelb, korrigierte nach dem Eingreifen des Videoschiedsrichters dann auf Rot. Damit nahm das Pokalspektakel seinen Lauf.

Niklas Süle: Die Rote Karte darf keine Ausrede sein

"Die Rote Karte spielt eine Rolle, aber nicht nur", sagte Süle, der vom DFB-Sportgericht nun für ein Spiel gesperrt wurde und somit das Halbfinale verpasst: "Wenn du 4:2 führst, musst du das über die Zeit bekommen. Egal, ob mit sieben Mann, mit elf oder mit 15." Auch ein 1:2-Rückstand nach Führung dürfe gegen einen Zweitligisten nicht passieren. "Das darf nicht so sein, wenn wir Ansprüche stellen wollen, Meister zu werden", sagte er mit Blick auf das Duell mit Borussia Dortmund.

Auch der eingewechselte Jérôme Boateng machte einmal mehr eine unglückliche Figur. Und zwar nicht nur auf dem Feld. Knapp drei Stunden nach dem Abpfiff des BVB-Spiels hat er nämlich in die Promi-Disco P1 geladen. Dort wird die neue Ausgabe seines Magazins "Boa" präsentiert. "Wenn er mich gefragt hätte, hätte ich ihm davon abgeraten", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic: "Ins Privatleben mische ich mich nicht ein, aber wir sollten uns alle auf Fußball konzentrieren." Niko Kovac äußerte sich gestern ähnlich: "Ich persönlich hätte diese Party nicht angesetzt, andererseits kann jeder selbst entscheiden, was er in seiner Freizeit macht", sagte der Bayern-Coach: "Wir sollten generell nicht immer mit dem Finger auf andere zeigen, ein bisschen runterkommen und kein Drama draus machen."

 

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