BVB-Star versus Bayern-Abwehrboss Defensiv-Debatte: Hummels gegen Süle - ER ist der beste deutsche Innenverteidiger!

Wer ist der beste deutsche Innenverteidiger? Patrick Mayer (li.), Fußballchef der AZ-Digital, und Chef vom Dienst Michael Schleicher diskutieren eifrig über diese Frage. Foto: AZ-Montage, imago/kolbert-press

Mats Hummels oder Niklas Süle? Das Bundesliga-Duell zwischen dem BVB und dem FC Bayern eröffnet die Diskussion um den angeblich besten deutschen Verteidiger. Die AZ beteiligt sich an der Debatte.

 

München - Es ist eine bittere Erkenntnis: Jérôme Boateng wird in der Diskussion gar nicht mehr berücksichtigt, wer denn nun der beste deutsche Innenverteidiger ist.

Zorc und Rummenigge widersprechen einander

Für Michael Zorc ist die Sache klar: Für den Sportdirektor des BVB kann nur Mats Hummels der beste Deutsche in der Abwehrmitte sein – jener Routinier, mit dem Borussia Dortmund 2011 Deutscher Meister wurde, 2012 das Double holte und ein Jahr später im Champions-League-Finale stand.

Für Karl-Heinz Rummenigge stellt sich die Sache gänzlich anders dar: Der Vorstandsboss des FC Bayern beharrt darauf, dass der beste deutsche Innenverteidiger freilich in München seiner Arbeit nachgeht: Niklas Süle.

Die AZ hat sich auch mit der Frage auseinandergesetzt – und ist zu zwei völlig unterschiedlichen Meinungen gekommen.

BVB: Darum ist Hummels bester deutscher Verteidiger

Ein "Battle in der Bundesliga" sollen sie sich also liefern. Sagt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Die Planer der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt reiben sich angesichts solch PR-tauglicher Aussagen die Hände. Bitte sehr! Der Zweikampf ist eröffnet - und geht klar an Ex-Bayer Mats Hummels.

Warum? Man schaue sich nur auf den gängigen Videoportalen im Internet diesen Traumpass von Hummels über das ganze Feld auf Mario Götze an, herrlich zur Schau gestellt im Test der Dortmunder gegen den FC Liverpool (3:2). Aus dem Stand, mit dem Außenrist, in den Lauf – Wahnsinn! Kein Wunder, dass Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp danach wegen des 30-jährigen Routiniers ins Schwärmen geriet.

Diese Spieleröffnung, die in ihrer Perfektion mehr an Strategen à la Bastian Schweinsteiger oder Andrea Pirlo erinnert, bringt kein anderer deutscher Abwehrspieler mit. Sorry, Niklas Süle! Scusi! Pardon! Perdón! Denn, da lege ich mich fest, in ganz Europa findet sich kein Innenverteidiger mit dieser Ballsicherheit Kroos'schen Ausmaßes. Noch Fragen?

Patrick Mayer

Im Video: Ein Traumpass à la Mats Hummels

AZ-Umfrage: Bester Innenverteidiger Deutschlands?

FC Bayern: Darum ist Süle bester deutscher Verteidiger

1,95 Meter, 97 Kilogramm. Steht Niklas Süle in der Innenverteidigung, wird's ganz schnell ziemlich dunkel für die gegnerischen Stürmer. Wuchtige Kopfbälle, gewaltige Sprungkraft und gnadenlose Zweikampfstärke. Süle, der Hüne in der Bayern-Abwehr, bringt alles mit, was einen guten, weil kompromisslosen Abwehrspieler ausmacht.

Reicht es aber auch für den besten? Ja, es reicht! Denn: Süle kann einen Trumpf ausspielen, bei dem Ex-Kollege Hummels nur hinterhecheln kann. Geschwindigkeit! Kraftprotz - oder wie es in Bayern auch liebevoll heißt "Brackl" - Süle bringt enormes Tempo auf den Tacho. In der vergangenen Saison war er gemessen an der Top-Geschwindigkeit bundesligaintern siebtschnellster Spieler. 34,99 km/h läuft der 23-Jährige demnach in der Spitze. Von seinen bayerischen "Flitzer-Kollegen" Kingsley Coman oder Serge Gnabry weit und breit keine Spur.

Dass Süle im Laufduell mit den Angreifern dieser Welt selten den Kürzeren zieht, liegt auf der Hand. Kommen dann noch die perfekt getimten Grätschen und das hervorragende Stellungsspiel dazu, wird schnell klar: An Süle, dem Usain Bolt des FC Bayern, kommt so schnell keiner vorbei. Erst recht kein in die Jahre gekommener Mats Hummels.

Michael Schleicher

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