Bundesliga und DFB-Pokal FC Bayern versus Werder Bremen: Der Double-Pack

Sehen sich am Samstag im Liga-Spiel – und am Mittwoch im Halbfinale des DFB-Pokals: Bayerns Thiago (l.) und der Werderaner Davy Klaassen. Foto: nordphoto / Ewert/ imago

Innerhalb von fünf Tagen trifft der FC Bayern zweimal auf Werder Bremen – einmal in der Bundesliga, einmal im DFB-Pokal. Die AZ schlüsselt auf, worum es im doppelten Nord-Süd-Gipfel geht.

 

München - Das einzig ungeschlagene Team der Rückrunde, in jedem (!) Saisonspiel mindestens ein Tor erzielt. Besondere Werte – aber von Werder, und nicht wie vermutet vom FC Bayern. Die Münchner möchten diese Bremer Serie brechen und sie gleich doppelt in die Schranken weisen.

Man sieht sich im Leben schließlich immer zweimal, diesmal innerhalb von fünf Tagen. Am Ostersamstag (15.30 Uhr, live bei Sky) geht’s am 30. Spieltag um Bundesliga-Punkte, am Mittwoch im Pokal-Halbfinale an der Weser um den Einzug ins Endspiel. Für die Bayern ist es der "Double-Pack", für die Bremer der doppelte Härte- und Stresstest, die zurückerlangte Stärke zu bestätigen.

FCB gegen Werder - Der Fokus liegt zunächst auf dem Bundesliga-Spiel 

Werder, aktuell Siebter mit Tuchfühlung zu den Europa-League-Plätzen (sogar die Champions-League-Teilnahme ist mit sechs Punkten Rückstand auf den Vierten Eintracht Frankfurt nicht völlig außer Reichweite), spielt die beste Bundesliga-Saison seit neun Jahren. "Es ist eine besondere Situation, aber wir müssen uns auf das erste Spiel konzentrieren", sagt Bayern-Coach Niko Kovac, "Bremen ist ein Gegner, der gut in Form ist und den wir sehr ernst nehmen." Das Pokal-Duell lege man, so Kovac, "erst mal zur Seite".

Sein Gegenüber Florian Kohfeldt meint: "In unserem Kopf ist der Mittwoch nicht. Wir wissen, dass dieses Spiel ansteht, wir sind ja nicht dumm, aber wir konzentrieren uns auf Samstag." Einbahnstraßen-Fokus. Das doppelte Nord-Süd-Duell rund um Ostern hat für beide Teams im Saisonendspurt eine besondere Bedeutung. Die AZ schlüsselt auf, worauf es bei "Servus!" gegen "Moin!" ankommt – und um was es für beide geht.

FCB und Werder: Jagd nach dem Double und das Ziel Europa

Direkt nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool rief Kovac das Double als Ziel der Bayern aus. Was sonst? In der Meisterschaft wäre der siebte Titel in Serie seit 2013 ein besonderer, weil nicht mit Mega-Vorsprung errungen, sondern dank eines bemerkenswerten Überholmanövers gegen Herausforderer Borussia Dortmund. Neun Punkte Rückstand aus dem Dezember wurden mit dem 5:0 gegen den BVB vor zwei Wochen in einen Zähler (plus deutlich besserer Tordifferenz) Vorsprung verwandelt – es winkt eine endlich wieder einmal emotional gefeierte Schale.

Werder hat das Erreichen eines europäischen Startplatzes als Saisonziel formuliert. Mutig, aber auch selbstbewusst. "Wir wollen Spiele gewinnen – egal gegen wen, egal wo und egal wann", betonte Trainer Kohfeldt. Zuletzt war man 2010/11 international dabei.

Druck für Kovac - Chance für Kohfeldt

Druck hier, Chance dort. Kovac erhielt von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge keine Jobgarantie, während ihn Präsident Uli Hoeneß (er forcierte dessen Inthronisierung) stützt. Kann Kovac (47) nur das Double retten?

Kohfeldt hat seine Chance genutzt, als er im November 2017 aus der zweiten Reihe befördert wurde. Mit Erfolgen gegen Bayern könnte der vom DFB als "Trainer des Jahres 2018" ausgezeichnete 36-Jährige seinen Ruf weiter aufmotzen und sich für größere Klubs empfehlen.

FC Bayern: Kovacs Stammelf steht

Flow hier und da – Bayern will auf der aktuellen Welle in den Saison-Endspurt cruisen. "Im Moment läuft’s sehr gut, wir haben die letzten Wochen und Monate sehr gut gespielt, haben sehr viele Tore geschossen, und sehr, sehr wenig zugelassen", freut sich Kovac und sagt: "Die Mannschaft fühlt sich im Moment sehr sicher mit dem, was sie auf dem Platz macht. Ich bin zufrieden, so soll es weitergehen."

Rotiert wird bei Bayern nicht mehr, Kovacs Stammelf steht – bis auf eine Ausnahme. Zum Leidwesen von James Rodríguez und Leon Goretzka. "Wir treffen auf die stärkste Mannschaft Deutschlands, ohne Frage, das sind sie immer noch", sagt Werder-Trainer Kohfeldt: "Aber wir haben auch Waffen."

Die will Bayern entschärfen.

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